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"Im Warfare HQ fragt man uns häufig danach,
wie AARs (After Action Reports) verfasst und gestaltet
werden sollten. Obwohl dies hier nun bei weitem keine erschöpfende
Anleitung ist und es dich nicht das Schreiben lehren kann, so
stellt dieser Artikel doch einige elementare Punkte dar, die man
beachten sollte, um es richtig anzufangen. Das Schreiben
eines guten AAR Artikels ist wie jede Form des Schreibens - es
kostetZeit und Mühe, es richtig zu machen und je öfter
man es tut, desto besser wird man darin. Also keine Scheu davor,
einfach mal den ersten AAR zu schreiben. Du wirst nicht besser
darin werden, wenn du es nicht versuchst!
Erst einmal ist festzuhalten, daß es keinen absoluten, "richtigen" Weg, gibt einen AAR zu verfassen, obgleich es einige falsche Methoden geben mag! Wenn dies dein erster Versuch ist, einen AAR zu schreiben, laß dich am Anfang nicht zu sehr von der Gestaltung und von Stilfragen ablenken. Beginne einfach damit, die wichtigsten Geschehnisse der Schlacht nachzuzeichnen und das darzustellen, was tatsächlich passiert ist. Du kannst die Gestaltung des Artikels im Nachhinein immer noch ändern und bestimmte Punkte genauer ausarbeiten. Es gibt dabei verschiedene Wege, wie man beginnt; einer davon ist, erst mal eine Gliederung anzufertigen, um deine Gedanken zu ordnen. Man kann dazu ein Notizbuch benutzen, um die die grundlegenden Ideen, wichtigen Ereignisse und interessanten Details festzuhalten, die sich während einer Schlacht ereignet haben. Das mag dir eine Hilfestellung bieten, um zu entscheiden, wie das Ergebnis gestaltet werden soll und letztlich auszusehen hat.
Die folgenden Tipps sind in fast allen Situationen nützlich, aber es sind keine absoluten Regeln und sollten deshalb auch nicht als solche verstanden werden.
Einen AAR zu schreiben, ist Schreiben. Und wie bei jedem Akt des Schreibens, ist es so, daß man ein um so besseres Endprodukt erhält, je mehr Planung man in die Sache hineinsteckt. Überlege dir, wovon dein Artikel handeln wird und versuche, darauf hin zu planen. Die besten AARs sind immer jene, die bereits im Vorfeld geplant worden sind und nicht solche, die im Sinne einer später auftauchenden Idee verfasst worden sind.
AARs sind immer besser, wenn beide Seiten daran teilhaben. Wenn beide Seiten dabei zusammenarbeiten, sollte vor dem Verfassen eine Einigung erzielt werden, welches Format der Artikel haben soll. Wenn der Artikel einen jeweils radikal anderen Stil verwendet, je nachdem, wer gerade die Ereignisse beschreibt, kann das dazu führen, daß der Leser dem Artikel nur schwer folgen kann und das Ganze keinen flüssigen Eindruck hinterläßt.
Übertreib es nicht mit Screenshots! Biete genügend Screenshots oder Photos, um deine schriftliche Darstellung zu unterstützen und nicht umgekehrt! Vergiß nicht, daß ein AAR in erster Linie ein Bericht ist. Die Bilder sind dafür da, diesen Bericht zu untermauern.
Ein neutraler Kommentator sollte nach Möglichkeit hinzugezogen werden. Das bedarf einiger Planung, bevor die Schlacht beginnt, aber es führt in aller Regel zu einem befriedigenderen Lesegenuß. Viele Spieler werden sich geschmeichelt fühlen, wenn sie darum gebeten werden, als neutraler Kommentator zu fungieren, aber diese Person sollte, wenn irgend möglich, ein erfahrener Spieler sein.
Übertreibe es nicht mit Details. Die Details, die du beschreibst, sollten den Sinn haben, die Gesamtstruktur des AARs zu unterstützen und Einsicht in die Gründe erlauben, die dich dazu geführt haben, bestimmte Entscheidungen während der Schlacht zu treffen. Die Leser wollen nicht jede Einzelheit deines Games nacherleben, sondern sind wahrscheinlich mehr als alles andere daran interessiert, die Höhepunkte der Schlacht zu erfahren und deine Entscheidungen nachvollziehen zu können. Gib also genügend Details, um eben diese Struktur Deines AARs zu unterstützen, aber langweile nicht jedermann zu Tode damit.
Bring ein bißchen Leben hinein, wenn du die Geschichte der Schlacht erzählst. Was denkst du, wenn du dich zu einer schwierigen Entscheidung durchringen mußt? Was sind deine Ängste bezüglich der Möglichkeiten des Gegners? Verläuft soweit alles nach Plan? Halten deine eigenen Truppen stand? Ein guter AAR listet nicht einfach nur einige zufällige Ereignisse der Schlacht auf, sondern sagt, was warum passierte. Findest du deinen eigenen Artikel interessant? Falls nicht, dürfte es auch anderen Lesern so ergehen.
Schreib, während du kämpfst. Der Versuch, einen genauen AAR im Nachhinein zu verfassen, macht die Sache komplizierter als nötig. Falls das Schreiben während des Spielens nicht möglich ist, versuche zumindest einige kurze Notizen der wichtigsten Ereignisse zu machen, wenn sie passieren. Du wirst einfach nicht in der Lage sein, dich später an all diese Dinge zu erinnern. Wenn du sagst, es passierte im fünften Turn und deine Gegner fangen an, über dasselbe Ereignis im 10. Turn zu erzählen, wird es schwierig werden, deinem AAR folgen zu können und er wird wahrscheinlich nicht viel Sinn ergeben.
Stelle sicher, daß du genügend Einzelheiten und Material zur Unterstützung des Berichtes einfügst, um deinen AAR lesenswert zu machen. Ein AAR, der extrem kurz gehalten ist und nur die elementarsten Höhepunkte hervorhebt, wird für die meisten Menschen wahrscheinlich nicht sonderlich interessant zu lesen sein. Ein AAR sollte einen relativ schnellen Überblick erlauben, aber auf der anderen Seite auch keine reine Punkteliste sein. Frag Dich einfach selbst, warum andere Leute Interesse haben könnten, deinen Artikel zu lesen. Was versuchst du ihnen zu erzählen? Wenn du nur darauf aus bist, anderen Spielern zu sagen, wer gewonnen hat, gibt es bessere Wege dies zu tun, als in einem AAR.
Vergiß nicht, dir Zeit zu lassen und Spaß am Schreiben zu haben. AARs sind ein anderer Aspekt des Wargamings und können zudem ein sehr unterhaltsamer sein. Das Schreiben von AARs kann auch helfen, deine Entscheidungsfindungen während des Spiels einer Selbstanalyse zu unterziehen.
Danke an Don Maddox für die Erlaubnis, seinen
Artikel in Übersetzung auf der HFC Seite zu veröffentlichen!
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After-Action-Reports zu den unterschiedlichsten Spielen!
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