
![]() |
Game: | Advanced Squad Leader |
| HFC report # | ASL 01 | |
| Scenario: | ASL# 7: "Dash for the Bridge" (BV) | |
| Game Type: | FTF | |
| Player #1 (German): | Andreas Ludwig (HFC), AREA ID# AL008 | |
| Player #2 (Poland): | Denny Koch (HFC), AREA ID# DK003 | |
| Reporter: | Denny Koch (HFC) | |
| Game End: | 22. August 2004 | |
| Gewinner: | Deutschland | |
| AREA rated: | Yes | |
Einleitung:
Zum ersten Mal spielten wir das Szenario #7 "Dash for the Bridge" (Beyond Valor). Da wir beide nicht wußten, was uns erwartete und wir mit dem vorherigen Szenario #6 zwiespältige Erfahrungen gemacht hatten (unter anderem mit Platoon Movement und diversen anderen Schwierigkeiten, vor die uns die BV-Scenarios stellten), losten wir die Seiten aus, da sich keiner von uns beiden vorzeitig auf eine Seite festlegen wollte. Andreas zog die Deutschen; ich bekam die Polen. Also hatte ich dieses Mal die Panzer auf meiner Seite, mit denen ich die Aufgabe hatte, das Spielbrett am westlichen Ende zu verlassen (zumindest 3 mußte ich hinausbringen) oder mindestens 10 Casualty Victory Points zu erlangen, ohne dabei doppelt so viel Schaden zu erleiden.
Setup:
Ich entschied mich dafür, meine Panzer in zwei Gruppen aufzuteilen: 3 Panzer dienten als Feuerschutz und bildeten die Vorhut, um die 2 HIP aufgesetzten AT Guns des Deutschen auszuschalten und 3 Panzer sollten ihnen in sicherem Abstand und außer LOS folgen, wenn die Luft rein war. Die Panzer, die zum Feuern bestimmt waren, waren von Anfang an BU (Buttoned Up), weil die mit einem One Man Turret ausgestatteten Fully Tracked Armors ihre 45L Ordance und ihr Coaxial MG nur in diesem Zustand abfeuern konnten. Die Manövergruppe startete CE, um den Straßenbonus nutzen zu können.
Der Deutsche setzte komplett HIP auf, was eine seiner Stärken in diesem Szenario war. Dazu hatte er 12 Panzerfäuste und einen Roadblock zur Verfügung, um die ohnehin engen Straßen zwischen den Häuserschluchten auf den Brettern 20 und 21 noch weiter zu schließen. Da er SS-Einheiten besaß, hatte er zudem eine hohe ELR von 5.
Ein Nachteil des Deutschen war sicherlich, daß er relativ viel Gelände covern mußte - zwei Bretter - und der Pole von den SSR her die Möglichkeit hatte, mit Panzern komplett das Spielbrett zu verlassen und in einem zukünftigen Turn weiter westlich wieder zu betreten. Dieses konnte der Deutsche nur verhindern bzw. nach Osten abdrängen, wenn er bereit war, seinerseits Einheiten zu opfern, die er aus dem Spiel nahm.
Es war für mich also relativ klar, daß der Deutsche versuchen würden, die auf dem Ostrand von Brett 20 einfahrenden Polen möglichst früh zu stoppen, bevor sie das Brett auch nur verlassen konnten und unberechbar wurden. Nur eine Straße führte offboard am Ostrand hinein; diese spaltete sich früh in eine nördliche, eine südliche und eine mittlere Straße. Sowohl die nördliche als auch die südliche Straße boten die Möglichkeit für den Polen, das Brett mit den Panzern zu verlassen. Diese drei Straßen mündeten in einen auf mittlerer Höhe gelegenen Kreisverkehr. Offenes Gelände gab es so gut wie nicht; jenseits der Straßen bildeten Stein- und Holzhäuser den vorherrschenden Terrain-Typ.
Die Häuser, die sich an den Straßen entlangzogen, bildeten ideale Aufstellorte für HIP Units mit Panzerfäusten, die sich erst offenbarten, wenn Panzer nahe genug herankamen und neben oder unter ihnen herfuhren, deshalb war hier besondere Vorsicht geboten.
Ich hatte im Gegenzug 6 T-70 Panzer zu meiner Verfügung, die mit 6 Front und 4 Rear AF relativ stark gepanzert waren. Allerdings waren die Schwächen kaum zu übersehen: Die T-70 waren nur BU in der Lage zu schießen, zudem waren sie mit 14 MP relativ langsam. Hinzu kam eine niedrige ELR von 3 und eine vernachlässigbare SAN von 2. Vor mir lagen zwei Bretter voller Engpässe und umzingelter Straßen, die ich komplett überqueren mußte, um die erste Siegbedingung zu erfüllen.
Turn
1:
In meinem 1. Turn schoben sich die 447-Infantry-Einheiten zuerst auf das Brett. Im Süden sowie in der Mitte besetzten sie die ersten Holz- und Steinhäuser. Zum Glück bot das dichte Häusergewirr zumindest für sie ausreichend Deckung, so daß keine Strecken über Open Ground überwunden werden mußten - meine Befürchtung, mir von HIP Units Point Blank Fire mitsamt eines -2 FFMO/FFNAM-Malus einzufangen, war aus leidvoller Erfahrung in vergangenen Spielen nicht unbegründet...
Der erste der BU-Panzer, zur Feuergruppe gehörend, kam im Süden auf das Brett und schob sich mittels Bypass-Movement an den südlichen Häusern vorbei, bis er auf die Südstraße traf, die genau auf den Kreisverkehr zulief. Kaum hatte er diese Straße erreicht, enttarnte sich in einem Holzhaus neben dem Kreisverkehr (X5) auch schon eine der deutschen AT Guns. Sie mußte ausgeschaltet werden, damit ich am südlichen Rand die Karte verlassen, oder aber weiter nach Westen vorstoßen konnte, denn die Straßen waren so eng, daß die Gun nicht umfahren oder ausmanövriert werden konnte.
Unglücklicherweise war das Hex, auf dem ich die Straße betrat, gleichzeitig das boresighted Hex der Gun, so daß sie natürlich sofort das Feuer eröffnete. Sie verwendete zuerst APCR, das jedoch mit 3 eine so niedrige Depletion Number hatte, daß der Schuß keinen Effekt hatte. Anschließend feuerte sie erneut, dieses Mal mit AP und erzielte einen Hull-Treffer (zum Glück ohne ROF). Dieser Treffer war jedoch folgenlos, da der Deutsche kaum eine Möglichkeit hatte, die dicke Panzerung des T-70 zu überwinden. Ich stoppte den T-70 in genau diesem Hex und richtete mich meinerseits auf die Gun aus, um sie ins Visier zu nehmen.
Dann startete ich den 2. BU-Panzer und folgte dieses Mal der nördlichen Straße, um auch dort die Möglichkeit zu schaffen, das Brett zu verlassen. Hier enttarnte sich die 2. AT-Gun in einem Wald direkt an der hinausführenden Straße. Diese Gun mußte ebenfalls beseitigt werden, da es auch hier keinen Spielraum gab, um sie zu umfahren. Insofern waren beide Guns für mich extrem hinderlich aufgestellt.
Andreas feuerte sofort mit APCR auf das boresighted Hex, was nur die Depletion zur Folge hatte. Ein Nachschuß mit AP blieb folgenlos. Ich verließ die LOS und delayte hinter einem Holzhaus am nördlichen Kartenrand alle MP bis auf 2. Mit diesen fuhr ich wieder in die LOS und stellte mich frontal auf die Straße vor die Gun, wo ich den Panzer stoppte. Die Gun verlor durch meinen Stellungswechsel feuerte erneut mit AP und verlor dadurch ihre Acquisition, der Schuß blieb jedoch ohne Effekt.
2 CE-Panzer, die zum Herausfahren gedacht waren, reihten sich - außerhalb der LOS der Guns - hinter dem nördlichen BU-Panzer auf der Straße auf, bereit loszufahren, wenn die Gun ausgeschaltet war.
Der 3. BU-Panzer fuhr die mittlere Straße hinauf, in Richtung des Kreisverkehrs, um ebenfalls die dort stehende Gun ins Visier zu nehmen und sie zu zwingen, Entscheidungen zu treffen, auf welchen der beiden Panzer sie schießen wollte. Da die Gun bereits auf den südlichen BU-Panzer geschossen hatte, konnte ich mich dort ungehindert in Stellung bringen und den T-70 stoppen.
Weiteres Defensive Fire entfiel, im Anschluß daran feuerten die drei T-70 mit Bounding Fire auf die Guns in ihrer LOS, um eine Aquisition auf die deutschen Guns zu erhalten.
Die Advance Phase nutzte die Infantry in den Häusern, um weiter nach Westen in die jeweils nächsten Häuser vorzurücken. Damit endete der erste russische Turn.
Der Deutsche nutzte seinen ersten Turn, um mit beiden Guns Prep Fire zu machen. Die nördliche Gun im Wald feuerte ihre Spezial-Ammo HEAT 6 (9) auf den BU-Panzer auf der nördlichen Straße, doch auch hier folgt nur eine Depletion. Ein Nachschuß mit AP traf zwar, zeigte aber keinen Effekt. Die Gun am Kreisverkehr schwenkte tatsächlich um und feuerte mit ihrer HEAT 6 (9) nun auf den auf dem mittleren Weg stehenden Panzer, doch diese Munition depleted ebenfalls. Nachschüsse mit AP und ROF zeigten allesamt keinen Effekt, obwohl der Inferior Turret des T-70 getroffen wurde und somit der AF etwas reduziert war.
Mein Defensive Fire war nicht viel effizienter; der nördliche Panzer traf weder mit der Ordnance noch mit dem CMG, der mittlere Panzer erlitt überflüssigerweise eine Malfunction seiner Ordnance und der südliche Panzer traf zwar, doch der Schuß blieb ohne Folgen. So war das Freischießen des Weges zum Durchbruch nicht gedacht gewesen...
Turn 2:
Der 2. Turn des Polen begann mit einem erfolglosen Repair Attempt der defekten Ordnance meines mittleren Panzers. Im Prep Fire feuerten die zwei verbliebenen Panzer im Norden und Süden auf die ihnen jeweils gegenüberstehenden Guns, jedoch ohne Effekt.
In der Movement Phase rückte die Infanterie weiter nach Westen vor und besetzte die nächsten Häuser. Der 8-1, ein Squad mit LMG brachten sich in einem Holzhaus in Stellung, von wo aus sie die Gun am Kreisverkehr im Blick und in Schußweite hatten.
In einem Anfall von Wahn und angesichts der erfolglosen Angriffe auf die nördliche Gun im Wald ließ ich mich zu einem Fehler verleiten und versuchte, mit einem der CE-Panzer über eine Hecke und im Bypass um ein Haus herumzufahren, dieses jedoch dummerweise in LOS der Gun. Sie ließ sich dieses Angebot nicht entgehen, schwenkte auf das neue Ziel um (symbolisch gesprochen: ohne ihren CA zu ändern; beide Panzer lagen innerhalb ihres CA) und feuerte auf dieses Vehicle - mit einem Shock-Result. Da sie ihre ROF behielt, feuerte sie auch im folgenden Defensive Fire noch einmal auf diesen geshockten Panzer und eliminierte ihn. Die Crew überlebte nicht, da sie mit CS2 nur wenig Chancen auf ein Entkommen hatte. Zurück blieb nur ein Wrack. Die Gun behielt ROF und kehrte zurück zum ersten BU-Panzer auf der nördlichen Straße. Dieser Schuß hatte zum Glück keinen Effekt mehr. Ich hatte einen meiner Panzer, die zum Herausfahren gedacht waren, in einem Moment geistiger Umnachtung sinnlos verheizt, denn natürlich war die Chance, daß er einen Durchbruch schaffte, relativ gering, so daß Geduld ratsamer gewesen wäre.
Die Gun am Kreisverkehr feuerte dieses Mal auf den Panzer auf der südlichen Straße und nicht mehr auf den mittleren Panzer mit der defekten MA-Ordnance und immobilized ihn. Die Crew schaffte ihren TC nicht und ließ das Fahrzeug im Stich (abandon). So waren bereits im 2.Turn drei Fahrzeuge quasi unbrauchbar, was mich etwas ratlos machte, wie ich den Durchbruch schaffen sollte - zudem ich alle drei verbliebenen Fahrzeuge zudem noch hinausbringen mußte.
Im Advancing Fire schoß die Infantrie im Holzhaus auf die Gun bzw. ihre Crew am Kreisverkehr, so daß diese zu einem MC genötigt wurde, jedoch bestand sie ihn problemlos. Der deutsche Sniper hingegen versagte zum Glück.
In der Advance Phase brachten sich meine Infanteristen weiter in den Häusern rund um den Kreisverkehr und im Süden in Stellung.
Auch im 2. deutschen Turn scheiterte mein Repair Attempt der Ordnance des AFV. Der Deutsche machte Prep Fire mit beiden Guns, was im Norden zu meiner Freude zu einer Fehlfunktion der Gun führte! Nun war zumindest die nördliche Straße momentan nicht gedeckt, so daß die Gelegenheit günstig war, dort im folgenden Turn einfach vorbeizufahren (vorausgesetzt, der Deutsche schaffte es nicht in der nächsten Rally Phase, die Gun zu reparieren). Auch die lästige Acquisition wurde vom BU-Panzer auf der Nordstraße entfernt.
Die Gun am Kreisverkehr feuerte zur Abwechslung wieder auf den BU-Panzer mit dem defekten MA, nachdem der südliche Panzer ja im letzten Turn abandoned wurde. Sie erzielte einen Hit gegen den Inferior Turret, doch auch dieser blieb folgenlos; weitere ROF-Schüsse folgten, bis der Panzer schließlich einen Shock-Result erlitt. Es folgen zwei weitere ROF-Schüsse, doch auch diese blieben ohne Effekt, bis die Gun endlich aufhörte zu rauchen.
Da der Deutsche nach wie vor keinerlei Movement machte, folgte direkt das Defensive Fire, in dem der nördliche Panzer auf die nun defekte Gun im Wald feuerte. Obwohl ein Treffer erfolgte, blieb dieser ohne negative Folgen. Auch die Infanterie, die gegen die Gun bzw. ihre Crew am Kreisverkehr feuerte, konnte kein Resultat erzielen.
Turn 3:
Im 3. polnischen Turn gab es nur eine Devise: Ausnutzen, daß die nördliche Gun ausgefallen war und mit so vielen Panzern wie möglich auf der ersten nördlichen Straße vom Brett fahren, um sich die SSR zunutze zu machen!
Die Rally Phase verlief für den Deutschen unbefriedigend, der Repair Attempt der so dringend benötigten Gun scheiterte. Dafür erholte sich das mittlere polnische Vehicle von seinem Shock-Zustand und konnte im nächsten Turn damit beginnen, seinerseits die Malfunction seiner Waffe zu beseitigen.
Mein Prep Fire wurde dazu genutzt, mit den polnischen Squads, die langsam aber sicher die Gun am Kreisverkehr umzingelten, auf die Crew zu schießen, allerdings machte ein Cowering jeglichen Effekt zunichte.
In der Movement Phase verließen nacheinander 3 polnische Panzer das Brett ungehindert über die nördliche Straße.
Der ehemals geschockte Panzer, der noch in Reichweite der verbliebenen deutschen Gun stand, beschloß, zurückzusetzen und sich außer Reichweite zu bringen, um in Ruhe seine Gun reparieren zu können und um die Aquisition zu verlieren. Auch dies erwies sich als schwerer Fehler - die deutsche AT Gun am Kreisverkehr feuerte auf den rückwärts fahrenden Panzer und verwandelte diesen mit einem Critical Hit in ein brennendes Wrack, das fortan zwischen den Häuserreihen vor sich hin kokelte.
Die polnische Infanterie rückte weiter vor und zog den Ring um die AT Gun enger. Nun standen einzelne Squads verteilt in drei Holz- und Steinhäusern der Gun am Kreisverkehr gegenüber, während die Leader sich im Hintergrund in zurückliegenden Häusern außerhalb der deutschen LOS bereit hielten. Die Crew des immobilisierten AFV auf der Südstraße nutzte die Movement Phase, um wieder in ihren Panzer zu klettern und das funktionierende MA zu bemannen.
Das weitere Defensive Fire des Deutschen beschränkte sich auf ein folgenloses Befeuern eines polnischen 447 Squads am Kreisverkehr mit der AT Gun, die nach ihrem ersten vernichtenden Angriff auf das rückwärts fahrende Vehicle ihre ROF behalten hatte.
Das Advancing Fire nutzten meine vorgerückten Infanteristen, um die Crew der Gun weiter einzudecken, doch diese blieb trotz wiederholter Morale Checks standhaft - und zu allem Überfluß fühlte sich der deutsche Sniper gehalten, einem der Squads ein Broke zu verpassen, das in der folgenden Rout Phase gleich zu einem Leader im Hinterhaus routete. Sein nun leer gewordener Platz wurde in der Advance Phase sofort von einem Reserve-Squad eingenommen, das sich ebenfalls im Hinterhaus zusammen mit dem Leader aufgehalten hatte, so daß die Feuergruppe durch den Verlust nicht nachhaltig beeinträchtigt wurde.
Am Schluß des Turns folgte der große Moment: Der Secret Die Roll (SSR), wann und wo die polnischen Offboard-Panzer das Spielbrett wieder betreten würden. Natürlich geschah das, was nicht geschehen sollte: Ich rollte eine 1, das hieß, bereits im nächsten Turn kehrten die 3 Panzer zurück und zwar nur eine Straße weiter westlich als ich das Brett verlassen hatte. Das bedeutete, daß ich immer noch fast zwei Bretter vor mir hatte, die es zu überqueren galt, bevor ich schließlich am Westende hinausfahren konnte. Angesichts der zahlreichen Straßen, engen Häuserschluchten und HIP stehenden Einheiten sowie einem noch fehlendem deutschen Roadblock eine Aufgabe, die ich überhaupt nicht einschätzen konnte (der Deutsche zum Glück auch nicht, für den sich aus dem dichten und verzweigten Straßennetz natürlich seinerseits Probleme ergaben, da er nicht alle Straßen abdecken konnte und sich die klaffenden Löcher für ihn natürlich ganz anders darstellten, da er wußte, wo seine HIP-Einheiten standen und wo seine Schwachstellen waren).
Der 3. deutsche Turn begann mit einem erneuten erfolglosen Reparaturversuch der defekten Gun im Norden. Der polnische Leader schaffte es, das zu ihm geroutete Squad trotz DM wieder in Form zu bringen, was dem Deutschen sichtlich mißfiel.
Im deutschen Prep Fire stellte Andreas regeltechnisch fest, daß es nicht möglich ist, eine defekte Gun quasi "provisorisch" zu drehen, damit sie statt nach Osten (wo die Straße nun leer war) nach Westen zeigte - sie mußte zuvor repariert werden. Die Gun am Kreisverkehr änderte dafür ihren CA und war nun auf die Squads in den südlichen Häusern gerichtet, die nach wie vor die Crew bedrohten, nachdem der gefährlichste Gegner zuvor in ein brennendes Wrack verwandelt worden war.
Movement erfolgte nicht; bis auf die Gun herrscht absoluter Stillstand auf deutscher Seite. Die zahlreichen polnischen Squads in den einzelnen Häusern bildeten Feuergruppen und deckten die verbliebene Gun mit Defensive Feuer ein. Auch verzichteten die letzten davon auf ihr bis dahin behaltenes Concealment, doch dieses Opfer war unnötig - das Defensive Feuer blieb trotz diverser erzielter Resultate - PTCs, MCs - absolut folgenlos bei der hochmotivierten deutschen Crew. Auch der immobilisierte polnische Panzer auf der Südstraße gab sein bestes, konnte jedoch keinen Schaden anrichten.
Turn 4:
Der 4. polnische Turn brachte einige neue Wendungen: Der Deutsche schaffte es tatsächlich, seine defekte AT Gun im Norden bei einem erneuten Reparaturversuch dauerhaft zu zerstören!
Polnisches Prep Fire verlief ohne jeglichen Effekt, sowohl von Seiten des immobilisierten Panzers als auch der zahlreichen Squads, die es immer noch auf die Crew abgesehen hatten.
In der Movement Phase erntete ich schallendes, höhnisches Gelächter des Deutschen, als ich das Wiederauftauchen der Offboard-Panzer verkündete. Zum Glück hatte Andreas keine Einheiten abgestellt, die mein Hereinkommen noch weiter nach Osten zurückverlagert hätten - nämlich in das Hex, in dem ich das Brett einen Turn zuvor verlassen hatte. Und so kamen bereits im vierten Turn alle drei Panzer genau eine Straße weiter westlich wieder ins Spiel.
Das führte dazu, daß Andreas den Roadblock aufdecken mußte, zu dem ich nun eine LOS hatte. Zu meiner Erleichterung sah ich, daß ich ihn zumindest durch dieses Offboard-Manöver umfahren hatte und daß er auch kein großes Hindernis dargestellt hätte, da er - durch die vielen Straßen - relativ gut zu umfahren gewesen wäre, insbesondere dank der defekten deutschen Gun im Norden, die ein großes Loch in die deutsche Verteidigung gerissen hatte. Er lag auf der nördlichsten Straße knapp hinter dem Wald, in dem sich die nördliche Gun verschanzt hatte.
Mit allen drei Panzern fuhr ich von Offboard mit der vollen verbliebenen MP-Zahl von 7 in Richtung Westen, was dank des Road Bonus, den ich als CE-Tank nutzen konnte, relativ weit reichte und mich fast bis auf Board 21 katapultierte. Zu meinem großen Erstaunen offenbarten sich trotz des weiten Weges keinerlei deutsche HIP-Einheiten mit ihren Panzerfäusten, die nach meiner Rechnung noch überall auf den Boards 21 und 20 verteilt stehen mußten, sondern ich konnte ungehindert das nächste Board erreichen. Andreas sah nicht glücklich aus...
Auch die Infanterie rückte weiter vor und dashte in die nächste Häuserfront gen Westen, um sich der Gun anzunähern. Ein Squad war vorwitzig und beteiligte sich gar nicht an den Feuergefechten, sondern ging unbeirrt ganz am Südrand des Brettes weiter gen Westen vor. In diesem Turn erreichte es per Double Time bereits den Gully, in dem es verschwand. Eigentlich hatte ich keinen besonderen Plan für dieses Squad, sondern hoffte nur, dadurch HIP-Einheiten verleiten zu können, sich zu offenbaren, denn diese Squads spielten für die angestrebte Siegbedingung (3 Panzer verlassen das Brett im Westen) keine Rolle, sondern allenfalls für die Ersatz-Bedingung, mindestens 10 Casualty Victory Points zu erzielen, die ich immer noch in der Hinterhand hatte. Denn natürlich war es sehr gewagt, mit nur 3 Panzern den Sturm auf die Westkante zu wagen, denn wenn nur einer zufällig Schaden nahm (zum Beispiel durch eine sich direkt hinter ihm enttarnende und treffende deutsche Panzerfaust), war die Siegmöglichkeit hin. Die anderen drei Panzer waren schließlich bereits aus dem Spiel, beziehungsweise zwei von ihnen hatten sich in Wracks verwandelt, während der dritte zwar immobilisiert war, aber sein Geschütz tapfer auf die verbliebene deutsche Gun richtete.
Das Defensive Fire der Gun verlief nicht viel effektiver als unser Prep Fire; bis auf ein gepinntes Squad geschah nichts. Die Advance Phase nutzten wir, um uns weiter um die Gun herum zu konsolidieren und an die Häuserfronten vorzurücken.
Der Deutsche wurde in seinem 4. Turn langsam nervös. Er feuerte im Prep Fire mit einer sehr langen ROF wiederholt auf ein ihm besonders unangenehmes polnisches Squad. Nach ungefähr 5 ROF-Versuchen erzielte er endlich ein Broke-Result.
In der deutschen Movement Phase kam endlich Bewegung ins Spiel: Die Crew der defekten Gun im Norden verließ ihre Waffe und dashte über die Straße in Richtung der südlicheren Gun am Kreisverkehr, wohl, um die bedrohte Crew dort zu unterstützen, sollte ihr etwas widerfahren. Wir ließen diese Crew gnädig ziehen und beschränkten uns im Defensive Fire darauf, weiterhin auf die Original-Crew zu feuern, die wir nun endlich auch brachen. Damit war die letzte funktionierende AT Gun des Deutschen ausgeschaltet. Diese Crew beschloß, nicht zu routen, sondern an Ort und Stelle zu bleiben, während mein gebroktes Squad sich zu einem der Leader in den Hinterhäusern zurückzog.
Der Deutsche enttarnte zur allgemeinen Überraschung einen großen Killerstack mit HMG und Leader, der sich im Norden kurz hinter der nördlichen AT Gun befand und rückte mit diesen Einheiten ebenfalls aus der LOS, in der sie standen, um sich in Richtung seiner bedrohten Gun am Kreisverkehr zu bewegen. Ein Concealment Check für diesen Stack, der sich in Open Ground hinter einem Haus befand, scheiterte.
Turn 5:
Im 5. polnischen Turn gelang der Self Rally Attempt der deutschen Crew, während der polnische Brokie in seinem Zustand bleiben mußte. Nun war die Gun am Kreisverkehr also wieder bemannt und einsatzbereit. Das sollte uns nicht weiter stören, denn wichtig war nur, die drei Panzer unbeschadet zum Westrand des Boards 21 zu bringen; das Scharmützel im Ostteil der Stadt diente ausschließlich dem Erlangen von Victory Points; die Tatsache, daß sich massive deutsche Verbände ebenfalls in diesem Stadtteil enttarnten, senkte die Bedrohung für die fliehenden Panzer durch HIP-Einheiten auf ein beruhigendes Maß. Andreas hatte sich nach eigenen Aussagen (am Ende des Spiels) bemüht, möglichst massive Kräfte bereits sehr weit im Osten zu konzentrieren, um meinen Durchbruch so lange wie möglich aufzuhalten, anstatt ein Feld von zwei riesigen unübersichtlichen Brettern abzudecken (was ihm ohnehin nicht möglich gewesen wäre); dadurch, daß meinen Panzern der Durchbruch gelungen war, fand er sich nun mit einem bloßliegenden, ungeschützten Hinterland wieder und enttarnte seine Kräfte im Osten, um zumindest so viel Schaden wie möglich anzurichten, um mir die zweite Victory Condition zu verwehren - schließlich durfte ich selbst nicht mehr als doppelt so viele Punkte verlieren, als ich von ihm nahm, und bislang führte er durch die zerstörten AFVs an Punkten deutlich.
Das polnische Prep Fire erwischte die Crew der Gun erneut; sie brach wieder zusammen. Offenbar wurde sie langsam so demoralisiert wie der deutsche Spieler.
Im Movement stand natürlich nur eines an: so schnell wie möglich mit den 3 polnischen Panzern gen Ausgang zu heizen! Hierbei wählte ich für jeden der Panzer einen anderen Weg über Board 21: einer nahm die südliche Straße, einer die mittlere in Richtung des Friedhofs und einer die nördliche. Auch hier erfolgte kein Defensive Fire von irgendwelchen versteckten Einheiten; ungehindert erreichen wir eine gute Ausgangsposition auf Brett 21, die die Westkante in Reichweite kommen ließ, so daß ich in spätestens 2 Turns hinausfahren konnte, wenn nichts passierte. Die Einheit im Gully wanderte dort weiter umher und setzte sich unter eine Brücke, weil sie das toll fand, um in der Advance Phase hinauszuziehen und Stellung in einem zentralen Steinhaus im Niemandsland zu beziehen.
Die Infanterie im Ostteil der Stadt dashte weiter über die Straßen und rückte in die nächste Häuserfront vor, um den drohenden Killerstack und die zweite Crew abzufangen.
Auch dieses Mal blieb die deutsche broken Crew bei der Gun anstatt fortzurouten.
Der 5. deutsche Turn blieb erwartungsgemäß ereignisarm; die Gun Crew schaffte es diesmal nicht, sich in der Rally Phase wieder ins Spiel zu bringen, dafür gelang es dem polnischen Leader, das Squad aufzurichten. Der HMG-Killerstack und die zweite Crew zogen mit Assault Moves weiter in Richtung Süden zur Gun am Kreisverkehr. Einem vollkommen folgenlosen, schadensfreien Defensive Fire folgte nur noch eine deutsche Advance Phase, in der der HMG-Stack Stellung in einem Steinhaus direkt gegenüber eines Steinhauses bezog, in dem meine Squads aufgereiht waren, so daß sich nun zwei massive Feuergruppen gegenüberstanden. Hier ging es auf beiden Seiten nur noch darum, Schaden anzurichten.
Turn 6:
Der 6. polnische Turn brachte die erste Vorentscheidung.
Die deutsche Crew versagte erneut beim Self Rally Attempt. Mein Prep Fire der massiven Feuergruppen in den südlichen Häusern auf die Crew der Gun und den mittleren Häusern auf den HMG-Stack zeigten keinerlei Wirkung.
In der Movement Phase rückten die 3 fliehenden Panzer weiter vor und es enttarnten sich auf ihrem Weg nach und nach deutsche HIP-Einheiten mit Panzerfäusten. Dabei zeigte es sich, daß Andreas sie in erster Linie in Häusern entlang der potentiellen Einfahrtsstraßen an der Nord- und Südseite der Bretter positioniert hatte. Auch er hatte wohl damit gerechnet, daß ich versuchen würde, offboard vorwärts zu kommen und bewachte deshalb die 6 möglichen Stellen, an denen ich wieder in Spiel kommen mußte bzw. die Bretter verlassen würde. Hier offenbarte sich ein Problem seines Setups: er hatte nicht bedacht, oder es war ihm nicht bewußt gewesen (genausowenig wie mir), daß Panzerfaust-Schüsse aus einem Haus heraus einen Malus beim To Hit Attempt erlitten - Case C3. Zwar wartete er, bis meine Panzer adjacent standen und sich zudem noch gedreht hatten, d.h. ihm das etwas schwächere Rear Armament zudrehten, doch aufgrund meines Movement Status und der anderen Fälle war ein erfolgreicher To Hit Attempt fast aussichtslos; so konnte er nur auf einen Critical Hit hoffen, der natürlich nicht eintraf. Ich kam mit allen drei Panzern unbeschadet an mehreren sich enttarnenden Deutschen vorbei, die er aufgrund seiner Fehleinschätzung der Lage natürlich allesamt in Häusern untergebracht hatte. Eine der Panzerfäuste rollte zudem eine 12 beim To Hit, so daß er selbst auch noch Casualty Reduction erlitt, als sie nach hinten losging. Dieses war ein Lektion, die er nie mehr vergessen würde - noch während ich weiter gen Westen rollte, erkannte er, daß es so viele gute Plätze gab, an denen er die HIP Squads stattdessen hätte aufstellen können, insbesondere Walls hinter Ecken, an denen ich mich auf jeden Fall drehen mußte, um dem Lauf der Straße folgen zu können.
Es machte sich Verzweiflung breit, denn Andreas bemerkte, daß sein ganzes Setup unter falschen Voraussetzungen erfolgt war und er nun de facto keine (wahrscheinliche) Möglichkeit mehr hatte, meine drei Panzer am Hinausfahren zu hindern. In seiner Verzweiflung schoß er die Panzerfäuste mit Desperation Rules ab, was ihm unter großem Risiko erlaubte, den Case C3 Malus für Schießen aus dem Haus zu ignorieren. Es gelang mir dennoch, alle drei Panzer bis kurz vor die letzte Kreuzung zu fahren, quasi bis an die Zielgerade.
Auch das Defensive Fire seines HMG-Stacks auf die gegenüberliegenden Squads scheiterte. Nun war abzusehen, daß dieses Spiel keine 11 Turns dauern würde.
Im deutschen Turn ergriff Andreas verzweifelte letzte Maßnahmen. Die Crew schaffte ihren Self Rally Attempt, doch hatte dieses nun keinerlei Bedeutung mehr, genausowenig wie die ganzen Feuergefechte im Ostteil der Stadt auf Board 20. Das Prep Fire, das dort stattfand, war erfolglos.
In der Movement Phase begann hektische Bewegung. Ein vollkommen überflüssiger weiterer Killerstack enttarnte sich ganz im Süden von Brett 20, wo zuvor das polnische Squad auf dem Weg zum Gully (sogar adjacent) vorbeigezogen war. Ich fragte Andreas später, warum dieser Stack nicht zumindest auf dieses Squad geschossen hatte, doch er lebte in der irrigen Annahme, es kämen noch interessantere Ziele vorbei - aus einem unbekannten Grund erwartete er, daß noch ein Leader und weitere Einheiten nach Westen gingen. Er hatte tatsächlich nicht erwartet, daß die gesamte polnische Infanterie relativ statisch in den Häusern rund um den Kreisverkehr verharren würde, doch es gab eigentlich überhaupt keinen Grund, warum ich mich mit ihnen bewegen sollte. Die Bretter waren - aufgrund des HIP - leer und die Einheiten hatten den einzigen Sinn, für Casualty Victory Points zu sorgen und die Crews der Guns zu bedrohen, um die AFVs bei der Flucht zu unterstützen. Durch Bewegung über unbekanntes, leeres Terrain hätte ich sie nur unnötig riskiert (ich kannte Andreas' Spezialität, sich in Point Blank Entfernung im 1. Stock von Buildings zu enttarnen und einem in Open Ground von oben kräftig auf den Kopf zu spucken), weswegen ich keinerlei Veranlassung sah, mich mit den Squads weiter als nötig zu bewegen. Das hatte er falsch eingeschätzt.
Hektisch enttarnten sich auf Board 21 die HIP-Einheiten und sprinteten aus den Häusern, um die fliehenden Panzer in letzter Sekunde einzuholen und um einen günstigeren Schußwinkel mit den Panzerfäusten einzunehmen, doch natürlich kamen sie nicht mehr hinterher. Selbst allein stehende Leader enttarnten sich und nahmen die Verfolgung auf, eher symbolisch oder vielleicht in der vagen Hoffnung auf ein Street Fighting, da meine Panzer natürlich in engen Häuserschluchten standen. Alles in allem war ihre Situation aber bereits jetzt aussichtslos. Eine Einheit schaffte es bis kurz hinter einen meiner Panzer und schoß im Advancing Fire mit der Panzerfaust, doch der To Hit Attempt mit 6 und einem DRM von +5 mißlang natürlich, so daß diese Einheit damit noch ihre letzte Panzerfaust verlor. Ein weiteres Squad hatte etwas "bessere" Chancen (8 +5), doch auch das mißlang.
In der Advance Phase sprangen die noch auf der Straße herumstehenden Squads zurück in die benachbarten Häuser, um nicht zuguterletzt noch überfahren zu werden.
Turn 7:
Und damit folgte der letzte Turn des Spiels, in dem das geschah, was nicht mehr verhindert werden konnte: alle drei AFVs fuhren vollkommen ungehindert auf der westlichen Straße vom Brett, wodurch ich gewann.
Fazit:
Es war, trotz der relativ statischen Aktionen und der ineinander verkeilten Einheiten (zu Beginn die AFVs gegen die Guns, später die einander gegenüberstehenden Infanterie-Einheiten im Haus), ein sehr spannendes Szenario, das uns beiden ganz gefallen hatte, das wir beide aber auch recht knifflig fanden.
Andreas erkannte seine elementaren Fehler beim Setup; hätte ich keine 1 beim Secret Die Roll gewürfelt, wäre die Flucht vermutlich noch ungehinderter verlaufen. Das Aufstellen der Panzerfaust-Einheiten in Häusern war nicht sinnvoll gewesen; es gab deutlich günstigere Stellen, an denen er sie hätte effizienter einsetzen können. Seine Einschätzung, daß sich meine Infanterie-Einheiten mehr bewegen würden, war falsch, so daß er seine Counter-Einheiten unnötig lange HIP gelassen hatte, anstatt zu versuchen, die Westfront zu verriegeln, nachdem der Durchbruch gelungen war.
Der Aufstellort der beiden AT Guns hingegen war gut gewählt, sie hatten mich sehr effektiv aufgehalten, da sie alle Straßen, die ich nehmen konnte und mußte, abdeckten. Wäre die Gun im Norden nicht ausgefallen, hätte das meine Flucht deutlich erschwert.
Der Roadblock war an keiner guten Stelle aufgesetzt, jedoch konnten wir trotz längerer Diskussion und Studium der Bretter keine wirklich bessere Stelle finden - zu viele Straßen und Abzweigungen ermöglichten ein Umfahren jeder Straßensperre. Ich hatte den Roadblock irgendwo in Nähe des Gullys erwartet, um dort ein Nadelöhr zu erzeugen, aber auch das erwies sich bei genauerer Betrachtung als nicht sonderlich hinderlich für den Polen.
Meinerseits hatte ich meinen ersten AFV unnötig geopfert, als ich einen Durchbruchsversuch wagte und direkt im Bypass vor der Nord-Gun den ersten Wagen verlor. Ich hatte diesen Panzer ursprünglich im Hintergrund hinter der Feuergruppe halten wollen, um damit nach dem Durchbruch nach Westen zu rollen, weswegen das Opfer vollkommen übereilt und unnötig gewesen war.
Was die Balance angeht, konnten wir kein abschließendes Urteil fällen; zu viele Fehleinschätzungen unsererseits und das ungünstige Setup machten eine realistische Einschätzung beim ersten Durchspielen schwer.
Andreas hatte nach unserem ersten Versuch mit diesem Szenario den Eindruck, daß der Pole - wenn er erst die Guns überlebt und hinter sich gelassen hat - nur mit den Panzerfäusten relativ schwer zu stoppen ist, außer mit einem Lucky Shot. Zudem fand er, daß der Deutsche relativ wenig Einheiten für sehr viel Terrain zur Verfügung hat, das er abdecken muß.
Das Replay Value stuften wir als hoch ein, da das Szenario trotz - oder gerade wegen - der Schwierigkeiten eine große Herausforderung darstellt, da doch viele taktische Fragen offen blieben, zum Beispiel wie man den Roadblock effizienter einsetzen kann oder wie man das deutsche Setup verbessern kann. Auf jeden Fall werden im nächsten Versuch, gleich wer von uns dann die Deutschen spielen wird, die Panzerfaustschützen hinter Walls und in Wäldern verborgen sein, wo sich ein AFV herumdrehen muß, um der Straße zu folgen und somit einem Rear Shot zum Opfer fallen wird.
Auf jeden Fall wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, daß wir dieses Szenario gespielt haben.
HFC
Homefront Wargame Center, http://www.homefrontcenter.de
Aus Versehen hier? Keine Frames? Zu HFC-Hauptseite