AAR

Squad Leader
Game: Advanced Squad Leader
HFC Report # ASL 05
Scenario: ASL# A: "The Guards Counterattack" (ASL Classics)
Game Type: FTF
Player #1 (Russian): Andreas Ludwig (HFC), AREA ID# AL008
Player #2 (German): Denny Koch (HFC), AREA ID# DK003
Reporter: Denny Koch (HFC)
Game End: 28. November 2004
Gewinner: Deutschland
AREA rated: Yes

Einleitung:

An diesem Wochenende spielten wir einen echten Klassiker - das erste Squad Leader-Scenario "The Guards Counterattack", das, wie auch die anderen SL-Szenarios, im "Classic-Pack" als ASL-Adaptation vorliegt und bei MMP kostenlos heruntergeladen werden kann.

Es handelt sich dabei um ein Stalingrad-Szenario mit reinem Häuserkampf, das die Spieler sofort mitten ins Geschehen wirft. Gespielt wird auf einer Hälfte von Brett 1 und Deutsche und Russen sind bereits in heftige Kämpfe verwickelt. Die Siegbedingung für den Russen, der sich - wie der Name des Szenarios sagt - mit den Guards Elite-Einheiten in einem Gegenschlag befindet, lautet, daß er dem Deutschen 2 Gebäude bis Spielende abnehmen muß, ohne eigene Gebäude zu verlieren. Das Spiel ist mit 5 Turns sehr kurz, so daß der Russe von Anfang an unter großem Druck steht. Ein Unterschied zum beschränkten SL-Regelwerk ist, daß es in der ASL-Version unterschiedliche Stockwerke gibt, die wir jedoch kaum benutzten.

Beide Seiten haben eine sehr hohe SAN von 6. Der Russe verfügt zudem über einen Commissar und hat mit 21 Squads deutlich mehr Einheiten als der Deutsche mit 13. Die Guards, die sich zu Beginn im Steinhaus G4 im Nordwesten befinden, haben eine FP von 6, dafür aber eine sehr kurze Range von 2, so daß sie für Nahkampf prädestiniert sind.
Der Deutsche hat zum Ausgleich für seine deutlich geringere Anzahl an Squads eine höhere ELR mit 4 (Russe: 3) und viel mehr MGs, während der Russe nur ein einziges MMG besitzt. Die kurze Spieldauer und hohe Dichte von schwer bewaffneten Gegnern machen eines deutlich: Der Russe muß in diesem Szenario von Anfang an Dampf machen und offensiv vorgehen, wenn er zwei Häuser erobern will; langes Stehen, Manövrieren oder Prep-Fire ist in diesem Szenario nicht angesagt.

 

Setup:


Wir losten die Seiten aus und Andreas zog die Russen.
Ich begann mit dem deutschen Setup und platzierte alle meine Einheiten absichtlich im Erdgeschoß, da ich keinen taktischen Vorteil darin sah, sie in obere Stockwerke zu stellen. Die LOS jedenfalls hätte sich in dem engen Spielfeld nicht verbessert und zudem bestand die Gefahr, in oberen Stockwerken gefangengesetzt zu werden und den Russen ein Eindringen ins Erdgeschoß zu erleichtern. Das Setup selbst bietet nicht viele Variationsmöglichkeiten, da die Häuser, in denen die Kampfgruppen aufgestellt werden, vorgeschrieben sind. Zudem ist man als Deutscher immer von mindestens einer Seite direkt den russischen Kräften im Nachbarhaus gegenübergestellt, so daß es auch kaum möglich ist, einzelne Squads oder Leader aus der Feuerlinie zu halten und im Hintergrund zu postieren. Ich verteilte meine Einheiten auf alle Hexe der einzelne Häuser, wobei insbesondere mein MMG im Dreieckshaus so postiert wurde, daß es genau eine wichtige nach Norden führende Straße abdeckte.

Der Russe platzierte seine Guards im Haus G4, wobei er keine große Auswahl hatte. Lediglich der Guard-Leader 10-2 stand mit 3 Squads im 2. Level des Gebäudes in Hex G3, von wo aus er eine LOS auf meine im mittleren Teil der Map stehenden Einheiten im großen Mittelhaus hatte. Dieser Platz erwies sich als äußerst gut gewählt, da der Russe dadurch eine bessere LOS hatte, als wenn er nur im Erdgeschoß gestanden hätte. Ansonsten verzichtete er, wie ich, darauf, weitere Einheiten auf andere Level zu stellen, da auch er aufgrund des Terrains keinen Sinn darin sah und ihm weitere taktisch gute Aussichtsplätze fehlten. Sein Commissar wirkte direkt an der Front mit und hatte es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, mein MG in L6 auszuschalten, das ihn sichtlich zu stören schien.

Concealment war für uns kaum möglich, da wir so dicht aneinander standen, so daß es uns beiden nur gelang, jeweils 1 Einheit zu verbergen.


Turn 1: Russe


In der Prep Fire Phase versuchte der Russe massiv, alle sichtbaren deutschen Einheiten unter Beschuß zu nehmen, um seinen Vorstoß vorzubereiten. Während sein einziges MMG erfolglos bliebt, schaffte es eine gigantische Feuergruppe im Haus des Commissars, das Squad mit meinem MMG in L6 auf Anhieb zu brechen. Die erste Guard-Gruppe hatte trotz FP von 18 keinen Erfolg damit, eines meiner LMGs im gegenüberliegenden Westhaus auszuschalten, während die nächste Gruppe aus 3 Guards dieses Squad brach. Der im 1. Level stehende Leader kommandierte seine 3 Squads gegen mein mittleres Haus J4, wo er ebenfalls Schaden anrichtete. Fazit des ersten Feuerangriffs: 3 gebrokte deutsche Einheiten, womit der Russe recht zufrieden war, obwohl er sich einige dumme Fehlschüsse geleistet hatte.

In der Movement Phase blieben die Russen nicht untätig; 3 Squads dashten aus dem etwas abgelegenen Haus M2 nach Norden in den Wald. Ein Squad zog in das Holzhaus K2. Weitere Squads verlagerten ihre Stellung mittels Assault Move aus einem Holzhaus in das M2-Steinhaus. Eine Guard-Einheit, die nicht gefeuert hatte, verließ ihr Haus, um auf mein südlich gelegenes Nachbarhaus vorzurücken, während mein Defensive Fire spurlos an ihnen abprallte. 2 weitere Guards umgingen die nun dort liegende Residual Firepower, sie hatten allerdings weniger Glück als ihre Vorgänger und verstarben mit KIA durch mein Subsequent First Fire. Eine 3. Guard bypasste aus ihrem Haus und blieb in Open Ground stehen, jedoch leider komplett außerhalb meiner LOS.

Im Defensive Fire schoß ich aus allen Rohren, um die offensichtlich offensiv vorgehenden Russen zurückzuschlagen. Mein LMG feuerte auf 2 Squads im nördlichen Wald, so daß eines von ihnen gepinnt wurde. Mein Killer-Stack in I7 feuerte mit einer gewaltigen Feuerkraft von 18-2 (Leader) auf eine russische Stellung und brach einen Leader und ein Squad, das zudem ELR Failure erlitt. Mein HMG richtete sich gegen N5 und erzielte immerhin noch einen PTC, der beide dort stehenden Einheiten pinnte. Leider hatte ich keine ROF. Alles in allem lief das Defensive Fire auch ganz gut, da ich wichtige Einheiten gebrochen und gepinnt hatte, auch wenn ich von Fehlschüssen nicht frei war.

Das russische Advancing Fire blieb effektlos. In der Rout Phase beschloß der russische Leader mit seiner Gruppe, im Haus und der Stellung zu bleiben. Ich zog mich mit meinen 3 DM-Einheiten zu einem adjacent stehenden Leader zurück, der extra für diesen Zweck eingeteilt worden war.
Die Advance Phase wurde vom Russen genutzt, um seinen Vorstoß zu vervollständigen, er drang adjacent zu mir in das Westhaus H5 ein, weitere Guards aus ihrem Hauptquartier G4 setzten sich in Richtung H5 in Bewegung. Bereits in Turn 1 fand also ein konzentrierter Angriff gegen dieses Haus statt, das wohl vom Russen als erstes Victory Objective auserkoren worden war. So blieb er dem Titel des Scenarios treu und hatte mit seinen Guards eine erste Counterattacke durchgeführt. Der Russe war sich nicht sicher, ob er mit dem Verlauf dieses Turns zufrieden sein sollte, da er seinerseits Verluste erlitten hatte, aber zumindest hatte er es geschafft, seinen Fuß in Haus H5 zu setzen und dort einzudringen, was ihn dem Sieg deutlich näherbrachte.

 

Turn 1: Deutscher


Bei einem Versuch meines Leaders, meine 3 Einheiten in F6 wieder auf Vordermann zu bringen, die extra zu ihm geroutet waren, ließen sich zwei überhaupt nicht überzeugen, während die dritte sogar Casualty Reduction erlitt. Mein Leader in L7 war etwas aufbauender; er schaffte es, das MMG-Squad trotz DM wieder auf die Beine zu bringen, was den Russen sichtlich störte. Der Russe war nicht erfolgreich in seiner Rally Phase.

Im Prep Fire konzentrierte ich mich natürlich als erstes auf die aufdringlichen Guards, die mir bereits sehr auf die Pelle gerückt waren. Ein Schuß auf die Einheit in Open Ground weckte leider nur den russischen Sniper, der dafür sorgte, daß eine meiner gebrokten Einheiten wieder DM wurde. Meine 467 und Leader in F6 feuerten auf die adjacent eingedrungene Guards-Einheit, was jedoch keinen Erfolg zeigte. Auch das HMG schoß in die Luft. Das LMG in M7 erzielte einen bescheidenen Pin im Haus des Commissars, woraufhin der russische Sniper zur Strafe meinen Leader am HMG eliminierte. Eine Feuergruppe aus dem mittleren Steinhaus gegen den Commissar zeigte keinen Effekt, außer, daß der übereifrige russische Sniper nun auch noch das Squad am HMG brach. Das machte meinen Killerstack in I7 sauer, der zumindest eine in mein Haus H5 eingedrungene Guards-Einheit brach. Dieses Prep Fire verlief nicht sehr befriedigend, außer natürlich für den russischen Scharfschützen, der sich wahrscheinlich an diesem Abend eine Extraration Wodka verdient hatte.

Mein Manöver hielt sich in Grenzen, da es meine Aufgabe war, die Häuser zu halten und ich momentan keine Möglichkeit sah, meinerseits den Russen aus einem seiner Häuser zu vertreiben, um ihm die Siegbedingung zu erschweren. Ich bewegte nur meinen Leader aus L7 mit einem Assault Move in Richtung meines HMG-Standes, um dort für Moral zu sorgen.

Der Russe erging sich in intensivem Defensive Fire, das auch nicht sonderlich überzeugend war. Die eingedrungenen Guards feuerten mit Point Blank Fire, jedoch bestanden alle meine Einheiten glorreich ihre Morale Checks. Etwas besser lief es für die Commissar-Gruppe, die eine schlangenartige Feuergruppe aus allen Hexen des Hauses bildete, und somit tatsächlich eine meiner Einheiten brechen konnte. Der auf Level 2 stehende Leader 10-2 befeuerte mit seinen Mannen erneut mein Mittelhaus, aber mein LMG-Squad bestand bravourös einen 2MC. Im Gegensatz zum russischen Sniper versagte der deutsche im Rahmen dieses Feuergefechts wiederholt, was ihm mit Sicherheit keinen Orden einbringen wird. Weitere Feuergruppen des Russen blieben erfolglos.

Ich verzichtete auf Advancing Fire und zog mich in der Rout Phase mit dem gebrochenen Squad und einem freiwillig mitkommenden Leader nach Süden aus dem Haus H5 zurück, in das die Guards eingedrungen waren. Ich würde es ohnehin verlieren, deshalb mußte ich jede Einheit retten. Ein einzelnes Squad zog ich adjacent zu den eingedrungenen Guards, um die freigewordene Lücke zu füllen. Ein weiteres Squad ließ ich absichtlich im westlichsten Raum des Steinhauses, um es den Eindringlingen so schwer wie möglich zu machen und ihr Tempo zu bremsen, indem sie sich mit ihm beschäftigen mußten. Diese Einheit würde sich opfern müssen, um den Heldentod zu sterben, denn es würde aushalten bis zum Schluß. Mein Leader und die Einheit routeten nach Süden in das nächste Holzhaus. Im großen Mittelhaus, wo es ebenfalls einige Opfer gegeben hatte, zogen sich alle zum, im Hintergrund stehenden, Leader zurück. Die Einheit am HMG blieb in ihrer Stellung, um die Ankunft des nahenden Leaders abzuwarten. Die beschädigten russischen Guards zogen sich mittels Low Crawl aus dem Haus zurück, in das sie eingedrungen waren, da sie adjacent zu den deutschen, opferbereiten Einheiten verblieben waren. In der Advance Phase verlagerte ich das MMG in die nördliche Spitze des Dreiecks-Hauses.

Der Russe stellte in diesem Turn als Fazit fest, daß es einen großen Unterschied zu den Standard-SL-Regeln ausmachte, daß man in der ASL-Version verschiedene Level in Gebäuden benutzen konnte. In SL wäre der 10-2 Guards-Leader bei weitem nicht so effizient eingesetzt worden, weil gezwungenermaßen durch die Überfüllung des Hauses mindestens drei Squads im ersten Turn relativ nutzlos im Hintergrund ohne eine LOS zu irgendeinem Feind stehen müßten. Dadurch gewann der Russe in der ASL-Version einen Geschwindigkeitsvorteil, da diese Einheiten sofort im Spiel waren, indem sie über kleine Häuser hinweg direkt das größere deutsche Haus in der Mitte des Spielfeldes angreifen konnten.

 

Turn 2: Russe

Der russische Leader in J2 schaffte es, sich selbst zu rallyen, jedoch konnte er die Conscripts, die das einzige MMG bemannten, nicht motivieren. Eine Guard in Open Ground erwies sich als besonders motiviert, da sie den Self Rally Attempt trotz eines +5 DRM Malus schaffte.
Meine Rally-Phase verlief hingegen absolut katastrophal; das HMG blieb unbemannt, der Leader im Mittelhaus erzeugte nichts außer einer Casualty Reduction und auch der Leader, der sich aus dem, von den Guards besetzen, Haus nach Süden in ein Holzhaus zurückgezogen hatte, schaffte es nicht, das begleitete Squad aufzubauen.

Im Prep Fire hatten es sich die Guards zur Aufgabe gemacht, das Haus nun endgültig von Deutschen zu säubern, allerdings erzielten sie in drei Angriffen nichts außer Pin Results. Nun machte es sich schmerzhaft bemerkbar, daß das russische MMG wegen des gebrokten Squads kaltgestellt war. Der 10-2 Leader im 2. Stock feuerte wieder auf das LMG im Mittelhaus, erzielte aber keinen Effekt. Nun entschlossen sich weitere Guards in ihrem ursprünglichen Setup-Haus, statt zu laufen lieber Prep Fire zu geben, aber auch sie blieben - trotz sehr hoher FP - erfolglos, was einige derbe Flüche des Russen zur Folge hatte. Schließlich bildete er wieder mit allen Einheiten im Haus des Commissars eine gewaltige FG, die jedoch auch nur einen (folgenlosen) PTC erzeugten. Damit war das gesamte Prep Fire absolut ineffektiv gewesen.

In der Movement Phase setzte der Russe seine Dash-Aktionen im Norden fort. Squads dashten aus M2 hinter das Haus K2 außer LOS. 2 Guards aus dem Starthaus zogen nach Westen in ein benachbartes Holzhaus. Im Defensive Fire schossen die Deutschen aus allen Rohren, so bildeten sie eine Feuergruppe aus MMG und LMG gegen einen Stack im Haus des Commissars, um endlich die starke russische Feuergruppe zu brechen. 1 Squad brach unter diesem Feuer auch tatsächlich zusammen. Der Killerstack in I7, der immer noch in seiner Start-Zusammensetzung war, erzielte sogar einen 2MC, der jedoch vom Russen bestanden wurde. Weitere Angriffe, insbesondere gegen die eingedrungenen Guards, blieben ohne Effekt. Alles in allem war das Defensive Feuer nur von bescheidenem Erfolg gekrönt.
Im Advancing Fire riskierte der Russe trotz des hohen Snipers einen Schuß mit sehr niedrigen Odds, allerdings passierte gar nichts. Niemand bewegte sich in der Rout Phase.

In der Advance Phase fanden wieder umfangreiche russische Frontverlagerungen statt, so bewegte sich der Commissar zu der benachbarten gebrokten Einheit in seinem Haus. Im Norden schoben sich die herbeigedashten Einheiten auf mein großes Mittelhaus zu. 2 Guards marschierten in den Close Combat im Westhaus zu meinem adjacent stehenden gepinnten Squad, während weitere Squads aus ihrer Zentrale in Richtung des Beutehauses vorrückten.

Im Close Combat schaffte keine Seite einen Ambush. Durch die überlegenen Odds von 6:1 töteten die Guards die vorletzte deutsche Einheit, die niemanden mit in den Tod nehmen konnte.

Fazit dieses russischen Turns: Es zeigte sich deutlich, daß man auf low odds und ROF-Schüsse verzichtete, da die SAN auf beiden Seiten dafür einfach zu hoch war. Der Russe ging, das konnte man jetzt schon beobachten, viel offensiver vor als bei unserem Squad-Leader-Spiel dieses Szenarios. Er hatte es bereits im 2. Turn geschafft, in das westlichste Haus einzudringen. Der Deutsche hatte sehr viele gebrokte Einheiten auf dem Brett und mußte jetzt dringend seine Rally-Versuche schaffen, um sich gegen die Bedrohung insbesondere des Mittelhauses verteidigen zu können.

 

Turn 2: Deutscher

Endlich gelang es mir, das Squad am HMG zu rallyen, auch das Squad und das Halfsquad im Mittelhaus rissen sich zusammen. Lediglich das isolierte Squad im Süden, das mit seinem Leader vor den Guards geflohen war, versagte.
Der russische Commissar schaffte es, sein Squad auf Vordermann zu bringen. Beim Versuch, auch das Squad am MMG zu motivieren, wurde Heat of Battle ausgelöst, was zur Folge hatte, daß dieses Squad surrendern wollte. Da sich jedoch kein Deutscher in der Nähe befand, wurde es stattdessen disrupted. Das war für den Russen natürlich fatal, da es das einzige Squad mit einer Support Weapon war.

Im Prep Fire feuerte mein letztes, tapfer im westlichen Haus verbliebenes Squad auf die eingedrungenen, durch den CC jetzt adjacent stehenden Guards, jedoch ohne Effekt. Langsam schien auch seine letzte Stunde zu schlagen. Die im Norden des Brettes am Waldrand stehenden Russen mußten einen MC machen, den sie jedoch bestanden. Dafür befeuerte mein Killer-Stack in I7 den Nachbarstack des Commissars in dessen Haus, von dem ein Squad brach und zudem ein ELR failure erlitt. Das HMG richtete sich gegen den Commissar selbst und dessen Begleiter und landete einen saftigen Treffer: 1MC. Das hatte zur Folge, daß der Commissar brach, 1 Squad gepinnt wurde und eines es schaffte. Zudem hielt das HMG ROF. Der deutsche Sniper hatte es ebenfalls auf den Commissar abgesehen und schaffte es tatsächlich, diesen zu eliminieren, was mir äußerst gelegen kam. Eine Feuergruppe aus dem mittleren Haus mit MMG und LMG schoß nun ebenfalls auf den ehemaligen Commissar-Stack und erzielte eine Casualty Reduction, zudem wurde erneut der deutsche Sniper aufgeweckt und brach dieses Mal ein russisches Squad, das sich in Open Ground befand und im vorherigen Turn adjacent an das großere, mittlere Haus herangerobbt war, um dort im kommenden Turn einzudringen. Das war ein sehr wichtiger Erfolg für die Deutschen, da es für die Russen einen Zeitverlust bedeutete. Zudem war nun das gesamte russische Ost-Haus, das zuvor eine starke Feuerkraft auf die Beine gestellt hatte, außer Gefecht gesetzt und führerlos. Ich war mit diesem Prep Fire überaus zufrieden.

In der Movement Phase zog ich mit dem frisch motivierten Halfsquad im Mittelhaus 1 Hex nach Norden, um den dreisten Angriff durch die im Wald heranrobbenden russischen Kräfte zu verlangsamen und die vom Sniper gebrochene Einheit zurückzutreiben. Ansonsten schob ich das LMG dort an eine etwas günstigere Stelle, von weiterem Movement sah ich jedoch ab.

Der Russe versuchte, mit seinem Defensive Fire möglichst viel Schaden anzurichten. Zuerst feuerten natürlich die eingedrungenen Guards im Westhaus gegen den adjacent stehenden verbliebenen tapferen Deutschen und brachen ihn mit einer 24-FP-Attack. 3 Guards nahmen zudem das vorgerückte Halfsquad im Mittelhaus ins Visier, jedoch ohne Erfolg. Eine weitere Guard schoß auf den Killerstack I7, zum Glück auch ohne Erfolg. Dieser Stack, der noch immer in der vom Setup vorgeschriebenen Zusammensetzung stand, war zwar riskant, aber auf seine Feuerkraft wollte ich noch nicht verzichten. Drei Einheiten, die sich nördlich des großen Mittelhauses befanden, feuerten auf mein dortiges LMG-Squad, was zu Heat of Battle und einem daraus resultierenden Berserk führte. Zum Schluß meldete sich wieder einmal der russische 10-2 Guards Leader von seinem Obergeschoß und ließ seine Männer (erfolglos) gegen das Halfsquad im Mittelhaus feuern, das den Russen offensichtlich ziemlich in seinen Plänen behinderte.
Advancing Fire ersparte ich mir aufgrund der niedrigen Odds und der hohen SAN.

In der Rout Phase machte meine eingeschlossene Einheit im Westhaus einen Rückzug nach Süden mittels Low Crawl, wodurch dieses Haus erstmals vollständig in russischer Hand war. Eine russische DM-Einheit zog sich zum disrupted Squad mit MMG zurück. Drei gebrochene Einheiten verblieben im Haus des verstorbenen Commissars, zogen sich nur aus jeglicher LOS zurück, indem sie in den hinteren Teil des Hauses flüchteten. Nun gab es auf russischer Seite im gesamten Osten keinerlei Offiziere mehr; der Guards-Leader in Level 2 im Nordwesten des Brettes war zu weit entfernt, um wirkliche Hilfe leisten zu können, der andere Leader im Norden war mit dem MMG-Stand beschäftigt.

In der Advance Phase teilte ich meinen Killerstack nun doch auf, weil sich die Guards durch die Eroberung des Westhauses bedrohlich genähert hatten und eine enorme FP zusammenbrachten. Ich zog einen Teil der Squads in das westliche Nachbarhaus, so daß ich immer noch eine Feuergruppe bilden konnte, aber mehr Ziele bot.
Fazit dieses Turns: Das westliche Haus konnte durch den Russen erobert werden, dafür hatte ich es geschafft, das Haus des Commissars bis auf eine gepinnte Einheit vollständig zu säubern.
Noch war vollkommen offen, wer dieses Spiel gewinnen würde, wir wagten beide keine Einschätzung.

 

Turn 3: Russe

Der Russe versuchte, im Osten (im Haus des Commissars) einen Self Rally Attempt, der jedoch scheiterte. Das Disruptete Squad mit dem MMG konnte wieder aufgebaut werden, das hinzugekommene Squad versagte jedoch. Im Süden schaffte mein Leader endlich, das vor ewigen Zeiten aus dem Westhaus zurückgezogene Halfsquad endlich zu rallyen.

Im Prep Fire schoß der Russe im Norden zuerst mit 3 Squads gegen den Berserk. Dieser erlitt eine Casualty Reduction, aber ließ sich davon ansonsten nicht beirren. Der deutsche Sniper hörte diesen Kampflärm und pinnte ein russisches Squad in einem Holzhaus. Der Berserk schien den Russen offenbar sehr in seinen Plänen zu behindern, deshalb richtete er nun auch sein MMG auf diese Einheit. Tatsächlich erreichte er einen 1MC, jedoch ruinierte dieser Schuß nun auch noch das MMG. Zur deutschen Freude bestand der Berserk den 1MC ohne mit der Wimper zu zucken.
Drei der Guards, die das Westhaus besetzt hatten, schossen nun auf I7, auf die Reste meines Killer-Stacks und erzielten einen MC, in dessen Folge mein Squad mit dem LMG brach, der Leader und das andere Squad jedoch bestanden.

Im Movement dashten zwei Guards aus dem nördlich liegenden Haus, in dem sie vom Setup her gestartet waren, in das neu eroberte Westhaus H5. Das einzige Good-Order-Squad, das im Osthaus des Commissars verblieben war, zog sich aus der LOS zurück, nachdem es nun nicht mehr gepinnt war. Der 10-2 Leader zog mitsamt seinen Leuten hinunter ins Erdgeschoß, da er wohl auch merkte, daß seine Führungsqualitäten dringend gebraucht wurden. Weitere Guards verließen ihr angestammtes Haus und blieben zwischen ihrem Haus und dem Westhaus in Open Ground, jedoch außerhalb meiner LOS stehen.

Mein Defensive Fire war total wirkungslos, weder der Berserk, der auf den MMG-Stand schoß, noch die Mitglieder meines ehemaligen Killer-Stacks noch sonstige Feuerangriffe zeigten irgendeine Wirkung.
Der Russe verzichtete auf Advancing Fire, da er die Gefahr durch den deutschen Sniper als zu hoch einschätzte.

In der Rout Phase setzte meine aus dem Westhaus geflohene Einheit, die sich im letzten Turn mittels Low Crawl gerettet hatte, ihren Weg fort und landete im Südhaus, wo bereits ein Leader mit dem Halfsquad stand.
Die Advance Phase nutzte der Russe, um seine Front im neu eroberten Haus F5 zu konsolidieren. 3 Squads im Norden gingen zudem in den Close Combat mit dem adjacent stehenden Berserk und töteten diesen, wobei dessen LMG liegen blieb. Der 10-2 Leader verließ mit all seinen Guards das nördliche Guards-Hauptquartier und schob sich in das östlich davon stehende Holzhaus vor, von wo aus er freie Sicht auf das Mittelhaus hatte. Das Guards-Haus war damit komplett verlassen.

Fazit dieses Turns: Der russische Vorstoß geriet ins Stocken, zudem biß der Russe sich im Norden am Berserk fest, anstatt - wie geplant - mit geballter Kraft auf das große Mittelhaus zuzustürmen und dort einzudringen. Dort war es mir inzwischen gelungen, aufgetretene Löcher, die die große Feuergruppe des Commissars zu Beginn aufgerissen hatte, zu stopfen.

 

Turn 3: Deutscher

Mein 9-2 Leader in I7 schaffte es, das Squad zu motivieren, während der Rally-Versuch im Südhaus mißlang. Der Russe versuchte, sein MMG zu reparieren, was erfolglos blieb. Rally-Versuche im Norden scheiterten.

Im Prep Fire versuchte ich, die Kette, die durch die vorgerückten Guards gebildet worden war, zu zerstören, indem ich auf die mittleren 3 Guards schoß. Leider mißlang dieser Angriff, was überaus unangenehm war, da der Russe dort eine gewaltige Feuerkraft versammelt hatte. Das Halfsquad im Mittelhaus beschoß die 3 Squads, die den Berserk getötet hatten und schaffte es, eins von ihnen zu pinnen. Zur Strafe brach der russische Sniper das Squad, das sich aus dem ehemaligen Killerstack herausgelöst hatte. Weitere Versuche, Guards zu verletzen, scheiterten. Alles in allem war dieses Prep Fire ziemlich uneffektiv.

Auf Movement verzichtete ich, da ich momentan in einer ganz guten defensiven Position stand.
Der Russe nutzte sein Defensive Fire gründlich. Als erstes bildete er eine Feuergruppe gegen das verhaßte Halfsquad im mittleren Haus, jedoch ohne Erfolg. Der 10-2 Leader mit seinen begleitenden Guards feuerte nun ebenfalls auf das HS im Mittelhaus und erzielte durch die hohe Feuerkraft einen 4MC, unter dem dieses HS endlich zusammenbrach. 8 Guards im Mittelhaus vereinigten ihre Feuerkraft zu einer großen Feuergruppe von 30 FP, um auf den Rest des Killerstacks I7 zu schießen... und erzielten nichts als einen PTC, der zudem nur 1 Pin beim Leader brachte. Drei verbliebene Guards feuerten auf die andere Hälfte meines ehemaligen Killerstacks im benachbarten Holzhaus, cowerten jedoch und hatten deswegen keinen Erfolg. Damit hatte ich einen Angriff der Super-Mega-Feuergruppe überlebt, was den Russen enorm störte, da er dadurch einen Tempoverlust erlitten hatte.

Auf Advancing Fire verzichtete ich. Mein HS im Mittelhaus routete zum im gleichen Haus stehenden Leader. Advance war ebenfalls nicht nötig, da ich nach wie vor gut stand.
Dieser Turn war für beide Seiten nicht unbedingt überragend gelaufen, der Russe hatte eine enorme Feuerkraft vergeigt, während mein Prep Fire völlig ineffizent gewesen war. Der Russe mußte von nun an noch 1 Haus in zwei verbliebenen Turns holen, um zu gewinnen.

 

Turn 4: Russe

Der Russe erbeutete das LMG des Berserk, dafür gelang es ihm erneut nicht, das MMG zu reparieren. Sein Self Rally Attempt im Commissar-Haus im Osten blieb ebenso erfolglos wie der Versuch, das verbliebene gebrochene Squad im Norden zu rallieen. Mein im tiefen Süden stehender Leader schaffte es, das aus Haus F5 geflohene Squad zu rallieen, das HS im Mittelhaus scheiterte jedoch.

Im Prep Fire nahmen die 6 Guards im Westhaus erneut I7 ins Visier und befeuerten es dieses Mal mit 36 FP-Faktoren, wodurch sie einen 2MC erzielten. Der Leader wurde nur gepinnt, 1 Squad brach und erlitt ELR failure. Mehr Feuer erfolgte nicht, da der Russe sich im Zugzwang sah und nun Druck machen mußte.

In der Movement Phase dashte dann auch ein Leader in Richtung des ehemaligen Commissar-Hauses, weil dort noch immer mehrere Einheiten nutzlos broken waren. Dabei lief er über die Straße, die von meinem MMG abgedeckt wurde, aber ich verzichtete auf Feuer, da ich noch mehr Bewegung erwartete und diesen Leader als nicht so wichtig erachtete. 2 Guards, die noch in Open Ground vor ihrem ehemaligen Hauptquartier saßen, erklärten Double Time und setzten sich in Richtung meines Mittelhauses in Bewegung, das nun offenbar das neue Ziel des Russen war. Sie boten ein verlockendes Ziel, auf das ich mit einem LMG schoß und einen 2MC erzielte, der beide Guards zusammenbrechen ließ. Der Leader 10-2 zog mit seinem Stack ebenfalls nach Osten in Richtung des Mittleren Hauses.

Im Defensive Fire richtete ich auch mein MMG gegen 3 Guards im Mittelhaus und brach eine von ihnen. Aus dem südlichen Haus schoß ich ebenfalls auf 3 Guards und schaffte es, zwei von ihnen zu brechen, zudem erlitt eine von ihnen Casualty Reduction und ELR failure. Mein Sniper nahm den Conscript ins Visier, der am russischen MMG stand, und brach diesen. Nun hatte ich noch Zeit, aus dem mittleren Haus auf den Leader zu schießen, der sich nach Osten aufgemacht hatte und streckte diesen ebenfalls nieder. Mit dem Ausgang dieses Defensive Fires war ich überaus zufrieden.
Advancing Fire entfiel. In der Rout Phase zogen sich die zwei Guards aus Open Ground zurück in ihr ehemaliges Hauptquartier. Die im Westhaus verletzten Guards blieben zwar darin, zogen sich jedoch nach Norden aus der LOS zurück.
Die Advance Phase nutzte der Russe, um massive Kräfte in mein mittleres Haus advancen zu lassen, unter anderem den 10-2 Leader und dessen begleitende Guards, die sehr nahkampfstark waren.

 

Turn 4: Deutscher

Meine Rally-Versuche in I7 scheiterten. Der russische Leader konnte sich ebenfalls nicht zusammenreißen.

Das Prep Fire fand innerhalb des Westhauses statt. Ich feuerte mit 14 PF adjacent auf den 10-2 Leader mit seinen 3 Guards, jedoch ohne Effekt. Langsam wurde es dort wirklich eng für mich.

In der MPh versuchte ich, das Osthaus zu bedrohen, um dem Russen Probleme zu machen, sich auf das Mittelhaus zu konzentrieren. So schob ich mein HMG aus dem Süden in das Dreieckshaus, da ich aus der ursprünglichen Positionen keine gute LOS mehr hatte. Mit einem Squad zog ich an das Haus des Commissars heran. Ein Squad mit dem LMG aus dem Dreieckshaus dashte direkt in das Osthaus hinein, wobei es aus dem Mittelhaus erfolglos beschossen wurde. Das verbliebene russische Squad im Osthaus feuerte Point Blank auf den Eindringling, jedoch auch ohne Erfolg.

Das Defensive Fire des Russen spielte sich ebenfalls überwiegend im Mittelhaus ab - und es gelang ihm, alle Einheiten dort bis auf den Leader zu töten. Die Guards im Westhaus richteten sich erneut gegen den Killerstack, wobei der Leader durchhielt, aber beide Squads Casualty Reduction erlitten und zu Halfsquads wurden.
Mein Advancing Fire im Osthaus gegen das adjacent stehende russische Squad blieb erfolglos.In der Rout Phase verzog mein überlebender Leader sich mittels Low Crawl aus dem Mittelhaus nach Süden zurück.

In der Advance Phase verstärkte ich die Eindringlinge im Osthaus und zog mit einem LMG-Squad adjacent zu den gebrokten russischen Einheiten, die dadurch DM wurden. Ein Halfsquad aus dem Süden schob sich an das Westhaus heran, um die Guards zu verwirren und ein neues Ziel zu bieten, um die massive Feuerkraft zu zerstreuen. Das HMG tauschte mit dem MMG im Dreieckshaus die Plätze.

 

Turn 5: Russe

Damit brach der letzte russische Turn an. Dem Leader gelang ein Self Rally Attempt, der allerdings nun nichts mehr nützte, weil er natürlich nach Osten gezogen war, um die dortigen gebrokten Einheiten wieder ins Spiel zu bringen. Ein Self Rally Attempt eines Squads im nördlichen Holzhaus gelang ebenfalls. Meine Versuche hingegen scheiterten alle.

Das verbliebene 447-Squad im Osthaus feuerte gegen die adjacent stehende Einheit und brach diese, zudem wurde meine Einheit zum Halfsquad. Damit war mein Versuch, das Haus zu erobern, erst einmal gescheitert. Zwei Guards schossen gegen das in Open Ground herangerückte Halfsquad und pinnten es. Der 10-2 Leader schoß mit seinen begleitenden Guards aus dem Mittelhaus heraus in Richtung Süden, auf das benachbarte Haus des Killerstacks und brach das dort verbliebene Squad. Drei Squads feuerten aus dem Mittelhaus auf das MMG im Dreieckshaus, dieses hielt jedoch durch.

In der Movement Phase zog der Russe mit seinen Guards aus der LOS, um mir keine Chance zu geben, ihm durch Defensive Fire noch das Haus abzunehmen. Ein Squad dashte zur Verstärkung zum umkämpften Osthaus.

Im Defensive Fire schoß ich mit dem HMG auf zwei Guards, die in meiner LOS verblieben waren und brach einen davon, während ich den anderen pinnte. Alle anderen Feuerversuche waren ohne Wirkung. Der Russe verzichtete auf Advancing Fire, in der Rout Phase zogen sich alle gebrokten Einheiten zurück.

In der Advance Phase zog der Russe zwei weitere Squads in das Osthaus, das damit uneinnehmbar für mich wurde. Zudem gingen zwei Guards in das Mittlere Haus und gesellten sich dort zum LMG. Die Guards im Westhaus kehrten zurück in meine LOS.

Fazit des letzten russischen Turns: momentan hatte er die Siegbedingung erfüllt und, laut seinen eigenen Worten, "mußte nun ein Wunder geschehen", um den Sieg noch zu kippen. Er hielt das Westhaus und das Mittlere Haus, während ich erfolglos aus dem Osthaus vertrieben worden war. Zufrieden lehnte der Russe sich mit einem Glas Bier zurück, um den Ausgang meines eigenen letzten Turns zu betrachten.

 

Turn 5: Deutscher

Ich hatte nur noch eine einzige Chance, den Sieg des Russen zu durchkreuzen: er hatte unvorsichtigerweise in seinem Vorwärtsdrang das nördliche Haus - das Hauptquartier der Guards - leer stehen gelassen. Zudem standen alle seine Einheiten so, daß sie nach Süden blickten, von wo meine Bedrohung kam. Ich sah eine Möglichkeit, um das Westhaus herumzugehen, da die Guards nur eine sehr kurze Reichweite hatten, und dann in das Hauptquartier hineinzugehen, wodurch ich die Siegbedingung des Russen zerstörte, da ich ihm eines seiner initial-buildings abnahm. Das mußte jedoch sorgfältig geplant werden; ich mußte alles Feuer auf einen anderen Schauplatz ziehen. Offenbar rechnete der Russe auch überhaupt nicht mit dieser Möglichkeit, so daß er sich willig auf Kämpfe in der Osthälfte des Brettes einließ.

Erst einmal gelang es mir, den Leader am HMG zu rallieen. Weitere Versuche scheiterten.
Im Prep Fire richtete das herangerückte HS das Feuer auf die Guards im Westhaus, die um jeden Preis abgelenkt werden mußten. Das blieb natürlich ohne Effekt, da der Schutz des Hauses zu groß war. Das HMG schoß auf die Guards im Mittelhaus, um den Anschein zu erwecken, ich hätte es darauf abgesehen. Das hatte zur Folge, daß der dortige Leader im Zuge eines Heat of Battle zu einem 10-3 wurde, was aber keine Rolle mehr spielte. Das MMG schoß auf das Osthaus und brach eines der dortigen Squads.

In der Movement Phase bewegte ich als erstes den Leader aus dem Killer Stack heraus mittels eines Assault Moves direkt vor das Mittlere Haus ins Freie. Natürlich erlitt er ein KIA. Dann erklärte ich Double Time, zog ich das Squad aus F8 aus dem Südhaus, in das es zu Beginn mit dem Leader aus H5 geflohen war, und lief - außerhalb der Guards-Reichweite - um das Westhaus herum in Richtung Norden. Zuerst mußte es ein Defensive Fire erdulden, das es aber zum Glück überlebte, bis es außer Reichweite war. Der Russe hatte den Fehler gemacht, alle Einheiten an die Südfront zu ziehen; ein einziges verbliebenes Squad im Nordflügel des Westhauses hätte den folgenden Versuch unmöglich gemacht. Ich schaffte es, bis zum Nordhaus zu kommen, das total einsam und verlassen dalag. Durch das adjacent an seinen Guards liegende Halfsquad nahm ich dem Russen die Möglichkeit, Subsequent First Fire auf mich zu richten, so daß der Weg total frei gewesen war.

Der Russe hatte keinerlei Möglichkeit mehr, auf mich zu schießen, so daß mir nichts mehr zu tun blieb, als in der Advance Phase in das Hauptquartier der Guards hineinzuziehen und dadurch den Sieg des Russen zu ruinieren - das war ein deutscher Sieg in letzter Sekunde!

 

Fazit:

Der Russe hatte die Häuser souverän erobert und war sehr schnell und aggressiv vorgegangen. Es war sein Fehler gewesen, daß er seinen Rücken ungeschützt freigelassen hatte, so daß der Deutsche in letzter Sekunde hineinrutschen konnte.

Dieses Szenario war dadurch bis zum letzten Moment sehr spannend gewesen, auch wenn der Russe sich zum Ende seines Turns sehr sicher fühlte. Mit den ASL-Regeln war es ein völlig neues Erlebnis, den Klassiker "Guards Counterattack" zu spielen und wir erkannten das Szenario dadurch kaum wieder, das viel mehr Dynamik gewonnen hatte.
Unser Tipp: Auf jeden Fall empfehlenswert - und zu Recht ein Klassiker!!!!


(c) 2004 by Denny Koch, HFC

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