AAR

Squad Leader
Game: Advanced Squad Leader
HFC Report # ASL 06
 
Scenario: ASL# B: "Tractor Works" (ASL Classics)
Game Type: FTF
Player #1 (Russian): Andreas Ludwig (HFC), AREA ID# AL008
Player #2 (German): Denny Koch (HFC), AREA ID# DK003
Reporter: Andreas Ludwig (HFC)
Game End: 4. Dezember 2004
Gewinner: Deutschland
AREA rated: Yes

Einleitung:


Diesmal entschieden wir uns in unserer SL-Nostalgie, einen alten SL Klassiker zu spielen, es war eines der Szenarien, mit denen wir vor einigen Jahren das tactical wargaming begonnen hatten. Alle SL Szenarien wurden leicht modifiziert auch für das ASL System übernommen und ich möchte sogar behaupten, daß sich die klassischen Szenarien mit den ASL Regeln wesentlich besser spielen lassen.


"The Tractor Works" behandelt die Situation der deutschen 389. Infanterie Division in Stalingrad. Nach massivem Vorstoß in die Stadt gelang es Teilen dieser deutschen Einheit, einen Hauptpunkt des russischen Widerstandes zu isolieren, der sich im Industriegelände verschanzt hatte. Um diesen russischen Stützpunkt einnehmen zu können, wurden Spezialeinheiten mit Flammenwerfern und Sprengsätzen eingesetzt. Allerdings war die Situation nicht ganz so einfach, denn die Russen erkannten im Umschließungsring der Deutschen einen Schwachpunkt und entschieden sich, ebenfalls einen Angriff zu unternehmen, der den eingekesselten Kameraden helfen sollte.
Diese Situation wird im Szenario gut dargestellt, so daß hier Angreifer und Verteidiger nicht klar zu bestimmen sind: Die Russen verteidigen ihre Stellung, die Deutschen greifen an und versuchen, das Gelände einzunehmen, werden aber wiederum von den nachrückenden russischen Einheiten der 295. Rifle Division bedroht und damit in die Zange genommen.
Eine Besonderheit des Szenarios besteht darin, daß der Beginn nicht festgelegt ist, was die Seite betrifft, sondern immer erst durch einen initial dr ermittelt wird. Je nachdem fängt also entweder der Russe an, oder der Deutsche.

Russische Ausgangslage:

Dem Russen stehen zwei Einsatzgruppen zur Verfügung, wobei die zuerst aufgesetzte die Verteidiger der Fabrik (1W5) sind. Sie bestehen aus 12x 447 Einheiten, die von einem 9-2 Leader angeführt werden, wobei alle Units fanatic sind, die sich in der Fabrik befinden, also eine +1 auf ihre Moral haben. Die Bewaffnung der Gruppe besteht aus einem HMG, 2 MMGs und 3 LMGs, was zusammen mit den vom Start weg kurzen Distanzen zum Feind zu einer ordentlichen Feuerkraft führt. Zusätzlich kann die gesamte Fabrik mit all ihren Hexen durch Concealment Marker abgedeckt werden, da dieser Gruppe für das Set Up 18 Marker zugeteilt werden. Neben dem eigentlichen Concealment können damit Dummystacks aufgebaut werden, was dazu führt, daß der Deutsche einfach eine massiv besetzte Fabrik sieht und schlecht einschätzen kann, wie diese von innen her nun tatsächlich verteidigt wird, wo also die Schwachstellen der Verteidiger sind. Wichtig ist natürlich auch der damit verbundene Umstand, daß der Erstangriff - sollte er von den Deutschen geführt werden - sämtlich nur mit Area Fire erfolgen kann, was die enorme Feuerkraft, welche die Deutschen aufbringen können, etwas entschärft. Nachdem dann der Deutsche seine drei Gruppen aufgesetzt hat, beschließt der Russe das Set Up, indem er im Westen der Map seine Einheiten aufsetzt, die den in der Fabrik ausharrenden zu Hilfe kommen sollen. Dies sind 26x 527 Einheiten, deren Werte erkennen lassen, daß es Units für den Häuserkampf sind, d.h das sie nicht geeignet sind auf lange Distanzen zu kämpfen, aber in 2 Hex Entfernung hohe FP Werte pro Hex/Stack erreichen können. Angeführt werden diese Einheiten, die mit 4 LMGs bewaffnet sind, von einem 9-1 Leader und zwei 8-0 Leadern.

Deutsche Ausgangslage:

Der deutsche Spieler setzt seine Einheiten in drei Gruppen auf: die erste Gruppe besteht aus 6x 838 Assault Engineers bewaffnet mit 2 LMGs, 2 Flamethrowers und 4 Demo Charges, angeführt von einem 10-3 Leader. Die zweite Gruppe (Kampfgruppe Stahler) wird gebildet aus 7x 467, angeführt von einem 8-1 Leader und einem 9-2 Leader und ist bewaffnet mit 2 MMGs und 2 LMGs. Als letztes kommt die Kampfgruppe Tienham ins Spiel bestehend aus 6x 467 Units, drei Leadern (10-2, 9-1 und 8-0) und je einem HMG und MMG. Der Deutsche setzt diese drei Einsatzgruppen auf, nachdem der Russe seine Einheiten, die die Fabrik (Building 1W5) halten, dort aufgesetzt hat. Das Szenario gibt ihm dafür verschiedene Gebäude vor, die süd-westlich, südlich und östlich der Fabrik liegen, was zu einem Schwachpunkt im Westen des Einsatzgebietes führt, wo demnach der russische Gegenstoß ansetzen wird. Die Kampfgruppe Stahler hat 12 Concealment Marker zur Verfügung, um sich vor dem Spiel in ihren Positionen geheim formieren zu können.
Wie bereits erwähnt, findet sich der Deutsche von Anfang an selber in die Zange genommen und tut gut daran, den Angriff gegen die Fabrik so schnell wie möglich vorzutragen, weil im Westen eine enorme Masse an russischer Infanterie droht, deren Eingreifen für den Deutschen fatal werden kann, sollte er zu dieser Zeit noch keine Stellung in der Fabrik bezogen haben.

Set Up:

Das Set Up ist für beide Seiten mehr oder weniger vorgegeben, wobei der Deutsche sich zwischen einigen wenigen Alternativen entscheiden kann, was die Gebäude betrifft, von denen aus er startet. Am Gesamtbild des im Westen angreifenden und die Fabrik in der Mitte behauptenden Russen, sowie des von Osten und Süden angreifenden Deutschen ändert das jedoch nichts. Die einzige Variation besteht noch darin, daß man sich in bestimmten Gebäuden entscheiden kann, auf einem höheren Level Aufstellung zu nehmen - was für die Fabrik nicht gilt, da sie nur ground level hat - was aber auch nicht wirklich eine Alternative ist, da es keinen großen Nutzen bringt und höchstens beim Vorstoß einen Tempoverlust bedeutet, weil man erst mal die Treppe runter muß, d.h. MFs verliert, die man später vielleicht gut gebrauchen kann. Alles in allem also ein mehr oder weniger fixes Set Up und der taktische Anspruch für beide Seiten liegt darin, daraus eben das beste zu machen.

Ich entschied mich noch, wie ich das meistens mache, wenn ich die Russen spiele und es die Bedingungen erlauben, einen 8-0 Leader gegen einen Commissar (9-0) auszutauschen. Der Vorteil, der ein Commissar bringt (+1 Moral für die Soldaten, die er begleitet und vor allem DM Negation beim Rally Attempt) wiegt die Gefahr auf, daß er bei einem mißglückten Rally Attempt einen Teil seiner Leute erschießt. Denny mag, wie ich weiß, Commissare gar nicht und schätzt sie völlig richtig in ihrer Wirkung auch höher ein als einen normalen Leader, was dazu führt, daß sie immer zuerst versucht, den Commissar auszuschalten. Ich setzte den Commissar in 1R1 auf, wo ich eine starke Angriffstruppe aufgebaut hatte, weil dort der deutsche Ring am schwächsten war. Der Plan war, den Commissar auf jeden Fall in die Fabrik zu bekommen, weil dies zusammen mit dem Fanatic Status zumindest bei einem Teil der russischen Truppen dort eine +2 in bezug auf ihre Moral bedeuten und damit die Verteidigung erleichtern würde, weil das DM wirkungslos wäre, ich also meine Verteidiger schneller wieder an den Waffen haben könnte.


Turn 1:

Der Würfel bestimmte den ersten Turn als deutschen Beginn, wobei ich mir als Russe nicht sicher war, ob das nun gut oder schlecht für mich war. Beginnt der Russe, dann hat er natürlich die Möglichkeit, gleich zu Anfang dem Gegner Schaden zuzufügen, aber er gibt damit sein Concealment preis. Fängt der Deutsche an, wird der erste Angriff durch das russische Concealment abgefedert, aber das heißt nicht zwangsläufig, daß kein Schaden entsteht.
Die RPh verging natürlich ohne große Aktionen und wie erwartet eröffneten die Deutschen in der PFPh das Feuer auf die Fabrik. Der erste Angriff aus den Häusern (1AA4, 1Z6) führte gleich zu einem 1MC Result, der das Concealment der in 1Y5 beschossenen Units entfernte, wobei aber der erste MC bestanden wurde. Der folgende Angriff führte dazu, daß mein Squad am HMG in 1Y5 brach. Damit war auch schon meine wichtigste Verteidigungstellung enttarnt und erstmal außer Gefecht gesetzt. Ich tröstete mich damit, daß dort ja auch der Leader stand, der das Squad hoffentlich in meinem Turn wieder auf Vordermann bringen würde, aber als das in 1CC7 stationierte deutsche HMG dieselben russischen Einheiten erneut beschoß, traute ich meinen Augen kaum: der Leader wurde Berserk! Und nicht nur das...ich sah, wie mein gerade unter dem Feindfeuer zusammenbrechendes Squad sich wieder erholte und sich im Berserk Status dem Leader anschloß!! Das deutsche HMG hielt ROF und befeuerte diese russischen Einheiten weiter, was zu casualty reduction beim berserk Squad führte, und somit noch ein Half Squad übrig blieb. Denny konnte zufrieden sein: das war ein vernichtendes Ergebnis für mich und ich konnte froh sein, daß das HMG zu schwer ist, sonst hätten die berserk Einheiten es auch noch rausgetragen...

Die Deutschen verzichteten auf die MPh und ich ging zu meinem DF über, was allerdings völlig wirkungslos blieb, obwohl zum Teil hohe FP Werte erzielt wurden (17 +2 etc.). Nur der vom Commissar angeführte Angriff von 1R1 vs. 1T2 brachte zumindest einen NMC und in Folge ein broken Squad auf deutscher Seite, das dort ein LMG in Stellung gebracht hatte.
Die AFPh sah keinerlei Aktion und in der RtPh zog sich das gerade beschossene Squad aus 1T2 nach 1U3 zurück, um aus der Schußlinie meines vom Commissar angeführten Trupps zu sein. Damit war der deutsche Turn vorbei, weder APh noch CCPh sahen irgendwelche Aktionen, dafür war die Situation noch zu verzahnt. Denny konnte noch 2 Stacks in Häusern concealen und die Russen hatten einen üblen Punch einstecken müssen: Stellungen in der Fabrik enttarnt, mein HMG verlassen, weil die bedienende Mannschaft berserk wurde und damit nicht mehr kontrollierbar war und ein weithin ergebnisloses DF...es konnte nur besser werden, dachte ich.

In meinem Turn gabs auf beiden Seiten keine Erfolge in der RPh und ich ging in der PFPh zu einem ersten Gegenangriff über: Eine FG in 1P7/P8 sollte das von den Deutschen besetze Haus 1R7 clearen, so daß auch auf dieser Seite - wo ich ebenfalls starke Kräfte samt starken Leadern aufgestellt hatte - ein russischer Vorstoß so schnell wie möglich geführt werden könnte. Das dort stationierte Squad brach denn auch, wie ich zufrieden festetellte. Die FG auf der anderen Seite (1R1/S1) setzte ich auf Opp Fire, weil ich hoffte, einige der deutschen Units, die concealt im Gebäude 1 T2 Stellung bezogen hatten, zu einer Aktion verleiten zu können.
In der MPh ließ ich deswegen eine 527 Einheit dreist über die Straße laufen (R2/S2), wo sie aber plötzlich durch deutsche Einheiten aus 1T4 beschossen wurden. Irgendwie hatte ich die LOS über spine nicht wahrgenommen und bezahlte das mit einem broken für das russische Squad. Eine andere 527 Unit assaultete ebenfalls auf eine Straße (1R4), wo es durch eine MG Salve aus 1T8 erwischt wurde: KIA. Ich schickte eine weitere 527 Einheit los, die von einem sich enttarnenden MMG Stand unter Führung eines deutschen 9-2 gepinnt wurde. Und weiter ging der russische Vorstoß, ein Squad rannte aus dem schützenden Gebäude auf die Straße, versuchte durchzukommen, erlitt aber ein KIA durch Feindfeuer aus 1S5. Eine von einem russischen 8-0 Leader angeführte Gruppe von 527 Units begab sich in einen toten Winkel nach 1Q7, wo es nicht beschossen werden konnte. Jetzt rannte der Berserk Trupp aus der Fabrik und auf die deutschen Spezialeinheiten zu, die im gegenüberliegenden Gebäude Stellung bezogen hatten (1Z6). Die starke deutsche 838 Unit feuerte und trotz PBF kam sowohl der Leader als auch das HS durch das extreme Feindfeuer...ich überlegte schon, das es vielleicht gar nicht so schlecht war mit dem Berserk Result, denn diese sind auch für den Gegner schwer einzuschätzen und wegen hoher Moral nur sehr schwer zu stoppen. Jetzt wurden sie aber vom benachbarten Hex (1Y7) unter Feuer genommen, wo eine LMG Stellung lag, die von dem hohen deutschen 10-3 Offizier befehligt wurde. Dieser Angriff führte denn auch zum KIA für beide Berserk Units, so daß mein einziger Leader, der für die Fabrik zuständig war, damit ausgefallen war. Umso dringender mußte ich versuchen, den Commissar dort hinein zu bringen, sonst würden meine Leute die Fabrik nicht lange halten können. Zum Schluß positionierte ich die Einheiten in der Fabrik noch neu, so daß sie nach Möglichkeit außer Reichweite der Flammenwerfer waren, die eine enorme Gefahr darstellten. Auch auf Long Range brachten sie immer noch 12 FP auf und der TEM der Fabrik nützte nichts gegen sie, so daß ich sie im Auge behalten mußte.

Im anschließenden deutschen Final Fire richtete Denny denn auch gleich einen Flamethrower (FT) gegen zwei broken Squads in 1Y4 was bei einem von ihnen zu casualty reduction führte und meine Verteidiger weiter schwächte. Sie versuchte weiter mit einer FG gegen diese Einheiten vorzugehen, aber diese überstanden den Angriff glücklicherweise. Der zweite deutsche FT wurde gegen meine Einheiten in 1X5 gerichtet, was zu einem broken Squad führte und beim zweiten, das ebenfalls brach, auch noch zu ELR failure...
Mein Opportunity Fire in der AFPh schaffte es gerade mal, ein Squad zu brechen und ansonsten war in dieser Phase nichts zu reißen und in der RtPh zog sich das Squad auf der Straße (1S2) in das adjacent Building zu meinem Commissar zurück, während der Deutsche den broky aus 1R7 nach 1T7 in Sicherheit brachte.
In der APh gruppierte ich einige Einheiten neu und hatte nun zumindest im Westen eine Linie mit 527 Units in 1Q4/Q5/Q6, die sich in normal Range zu deutschen Stellungen befanden, so daß diese nun zumindest mit der starken Offensivkraft meiner Russen zu rechnen hatten. Außerdem zog ich ein Squad zum verwaisten HMG, um es möglichst schnell wieder bemannen zu können.
Trotzdem war klar, daß der erste Turn für den Russen nicht sehr gut gelaufen war, ich hatte starke Verluste zu beklagen und hatte auf der anderen Seite wenig Schaden beim Gegner anrichten können.

Turn 2:

In der RPh kam ein leichter Wind auf, der von Süden nach Norden wehte. Als Denny ihren MMG Stand in 1U3 wieder aktivieren wollte, rollte sie zu meiner Freude Boxcars, was zu multiple casualties führte! Das Squad, das sich jetzt in 1T7 befand, schaffte es, sich wieder aufzurappeln. Als die Russen dran waren, nahmen sie erst mal erfolgreich das HMG in der Fabrik wieder auf, auch wenn das eine sehr gefährliche Location war. Der Commissar hatte - wie erwartet - keine Probleme, das broken Squad in 1R1 zu rallien, da der DM Status irrelevant war.

Die deutsche PFPh begann wieder mit massivem Feuer auf die Fabrik, was neben einigen broke results und casualty reductions, sowie weniger bedeutenden Pins zum zweiten mal zu einem Berserk result in 1Y5 führte! Ich konnte es nicht fassen... Die deutschen MGs hielten erneut, wie schon im ersten Turn, lange ROF, während meine Einheiten oft moralmäßig unter dem Beschuß wegknickten. Alles in allem sehr unbefriedigend für mich.

In der MPh sah man nur ein deutsches Squad einen assault move machen, ansonsten blieben alle feindlichen Einheiten in ihren Stellungen.
Mein DF, welches an mehreren Stellen eröffent wurde, brachte erneut keinen Erfolg, außer in 1U3, wo ich mit einer FG aus der Fabrik heraus, ein Squad pinnen konnte, ein broken HS eliminierte und den Leader brach, der sich dort aufhielt. Mein zweiter Angriff durch die ROF haltenden MGs brachte leider keinen weiteren result in diesem Hex. Immerhin war der Leader erstmal außer Gefecht! Trotzdem erneut eine sehr unzufriedenstellende DFPh. Das durfte nicht so weitergehen, wollte ich die Fabrik nicht vorzeitig verlieren, sie mußte auf jeden Fall gehalten werden, so daß die Verstärkung nahe genug herankommen konnte, um ins Geschehen einzugreifen.

Denny unternahm nichts in ihrer AFPh und RtPh, wobei letzteres auch auf russischer Seite nicht notwendig war. Ich konnte mir große Bewegungen nicht leisten, weil ich darauf angewiesen war, die broken units an Ort und Stelle wieder ins Gefecht werfen zu können, um den Druck auf die Deutschen aufrechterhalten zu können. In der CCPh gabs nix zu tun und Denny konnte ein Hex (1AA7), das nicht von uns eingesehen werden konnte, wieder concealen.

Da der Deutsche in diesem Turn nicht viel weiter gekommen war, kam es jetzt darauf an, ihm von russischer Seite mal einen Schlag zu versetzen. Die RPh sah keinerlei Erfolge, obwohl es beide Seiten versuchten, was für mich schon mal nicht gut war.
Also ging ich zum Angriff in der PFPh über und beschoß mit mehreren starken FGs die feindlichen Stellungen...ohne auch nur irgendwas zu erreichen! Es war wie verhext, das einzige, was erfolgte, war ein CTC auf deutscher Seite, der auch noch problemlos bestanden wurde. Mir war klar, ich mußte andere Wege finden, dieses draufhalten hatte keinen Sinn, wenn es dem Gegner keinen Schaden zufügte.

Also gab ich die Order, jetzt schon aus dem Westen massiv nach Osten vorzustoßen, um einerseits näher an die Fabrik zu gelangen und andererseits meine 527 Units auf kurze Distanzen möglichst effektiv einsetzen zu können. Als erstes wollte ich die beiden Gebäude im Süd-Westen des Geländes besetzen, um von dort aus im späteren Verlauf mit den Einheiten, die ich ins Gebäude im Nord-Westen (1T2) bringen wollte, in einer Zangenwirkung alle deutschen Einheiten im Westen entweder zu vernichten oder zumindest nach Osten zu treiben. Das würde mir erlauben, die Fabrik, die natürlich weiter unter schwerem Beschuß von Osten aus stand, problemlos im Westen mit Verstärkungen aufzufrischen, ohne das der Deutsche etwas dagegen tun konnte. So war zumindest der Plan...
Einige Einheiten bewegten sich aus der feindlichen LOS heraus, um spätere Bewegungen vorzubereiten und 3 russische Squads machten einen assault move, um nahe an die Gebäude 1T4 und 1T7 zu gelangen, so daß sie in der APh adjacent zu ihnen kommen könnten.

In der DFPh gab es weitere Angriffe gegen die Fabrik und ein HS wurde eliminiert (1X5). Der deutsche Sniper pinnte ein Squad in der Fabrik, das sich in einem immer noch concealten Stack befand. Als Denny erneut ihren FT in 1AA4 gegen die Fabrik einsetzte ging diesem glücklicherweise der Brennstoff aus! Der Result wurde von meinen Einheiten bestanden und damit stellte ich zufrieden fest, war eine dieser üblen Waffen aus dem Spiel. Die 838 Einheit, die den FT bediente feuerte mit ihren inherent Weapons weiter, erzielte aber keinen Schaden. Ein Schuß durchbrach die kurz aufkommende Stille, als der russische Sniper, ein Ziel auf's Korn nahm ...aber ohne irgendwen zu treffen. Aus dem Haus im Nord-Westen (1U3) wurde auf mein ehemals gepinntes Squad auf der Straße (1R3) gefeuert, das sich deswegen nicht hatte in Sicherheit bringen können und brach es. Ein weiterer lauter Einzelschuß peitschte durch die Straßen - der russische Sniper hatte nun besser gezielt und erwischte das Squad, das eben den FT verloren hatte: broken...

Nach diesem für den Deutschen nicht ganz positiv verlaufenden DF verzichtete ich in der AFPh auf weiteren Beschuß, da sich nichts wirklich anbot und ich nicht durch low odds-Schüsse den Sniper auf mich ziehen wollte. Die hohe SAN von 6 blieb die ganze Zeit über eine Bedrohung für beide Seiten.
In der RtPh zog ich sowohl die gebrochene Unit in der Fabrik aus der Schußlinie der Deutschen, sowie das Squad auf der Straße zurück in ein schützendes Haus.
Die anschließende Neupositionierung in der APh brachte je eine Einheit in die Häuser 1S5 und 1S7, was Sinn der ganzen Sache gewesen war. In der Fabrik zog ich massiv Kräfte von der westlichen Seite ab, die unter Dauerbeschuß stand und brachte sie auf die östliche Seite, um die Einheiten in Haus 1U3 auch von dort unter Feuer nehmen zu können, denn dieses sollte das nächste russische Ziel sein...
In der CCPh passierte nichts, ich konnte aber zwei Hexe concealen, was später nützlich beim weiteren Vorstoß sein würde, wie ich hoffte.
Dieser Turn war für die Russen etwas erfolgreicher, meiner Einschätzung nach, wenngleich es nur wenige Vorteile waren, die zum Tragen kamen. Aber so wie sich das Spiel anließ, mußte ich schon für kleinere Erfolge dankbar sein.

Turn 3:

Die Deutschen im nord-westlichen Haus (1U3), die dort ihr MMG stationiert hatten, nahmen zusätzlich noch das verwaiste LMG auf, aber alle Rally Attempts schlugen fehl. Ich konnte mangels Leader keine Units rallien und stellte nach Beginn der nächsten Phase fest, daß ich vergessen hatte, einen Weapon Recovery Attempt zu machen. Gelegenheit leider vorbei...

Der deutsche Turn begann wie gewohnt mit einem heftigen PF gegen die Fabrik. Der noch im Spiel verbliebene FT in 1Z6 wurde erneut gegen meinen HMG Stand gerichtet, was zu einem üblen 2 MC führte, aber das russische Squad war mittlerweile einiges gewohnt und offenbar nicht gewillt, das HMG wieder preiszugeben: bestanden! Wütend feuerten die 838 Units mit inherent firepower erneut auf dieses Squad, aber ohne Erfolg. Nachfolgendes schweres Feuer aus dem benachbarten Hex (1Y7) ließ das tapfere Squad leider doch noch den Mut verlieren: broken! Das ganze wurde von leichtem Beschuß aus dem östlichen Haus in 1AA4 begleitet, was aber ohne Folgen für uns blieb. Das galt aber nicht für das dann einsetzende schwere MG Feuer aus dem recht weit entfernten HMG Stand in 1CC7 vs 1Y5, wo sich das jetzt gebrochene Squad zu behaupten suchte: die Salven führten zu einem nicht bestandenen MC, der das Squad zum HS dezimierte und die gehaltene ROF eliminierte das HS dann endgültig. Weitere Angriffe gegen die Einheiten in der Fabrik folgten, bieben aber ohne Erfolg für die deutschen Truppen. Das in 1U3 stationierte MMG feuerte nun ebenfalls auf die Fabrik, was auf der östlichen Seite zu einem broken Squad in 1W4 führte. Als mir klar wurde, daß ich irgendetwas tun mußte, um den Jungs in der Factory beizustehen, bei diesem permanenten Dauerfeuer, gabs im Süden ebenfalls einen Angriff aus dem südlichen Gebäude (1U8) gegen meinen Trupp in 1P8: 3 Squads brachen, eines erlitt casualty reduction!

Das beendete das deutsche Offensivfeuer und in der MPh dashte nur ein deutsches Squad aus der zweiten Reihe im Osten aus 1BB4 nach 1BB2 in den naheliegenden Wald bzw. wollte dies, denn russisches MG Feuer aus der Fabrik unterband dies sofort - das Squad brach und blieb erstmal mit den Gesichtern am Boden. Während des dann einsetzenden DF gab's die üblichen Angriffe ohne Effekt, aber als PBF aus 1S7 vs 1T7 gerichtet wurde, was ja eine der von mir einzunehmenden Gebäude war, führte das nur zu einem HOB mit Hero Creation! Ganz toll, das konnte ich natürlich gar nicht gebrauchen...Die Einheiten, die ich in der Nähe (1R7) stehen hatte, versuchten deswegen draufzuhalten, aber der Hero überstand das Feuer wie erwartet, wegen seiner hohen Moral, aber zumindest das Squad knickte ein. Aus der Fabrik gab es einen Vergeltungsangriff, der im Osten eine 838 Spezialeinheit brach! Genau solche Resultate brauchte ich, was aber leider viel zu selten der Fall war bisher. Weitere Angriffe brachten im Nord-Westen noch einen Dummystack zum Verschwinden (1U2), was zumindest ebenso wichtig war, denn dann war der Weg fast frei zum zu stürmenden Gebäude.

Nach diesem leidlich effizienten DF blieb es in der AFPh auf deutscher Seite erstmal ruhig. In der RtPh zog sich das auf der Straße vor dem Wald erwischte Squad wieder in das Haus zurück, woher es gekommen war und traf sich dort mit dem 838 Squad, das es auch erwischt hatte. Die brokies in 1T7 zogen sich nach 1U8 zurück und ein deutsches Squad räumte das Haus in 1T4 und low crawlte auf die Straße. Die Russen hatten keinen Grund irgendwohin zu routen, die Parole war immer noch: Hold or Die! Ich mußte zusehen, daß die Leader zu den brokies kamen und nicht umgekehrt und vor allem wurde es dringend Zeit, daß der Commissar in die Fabrik kam, bevor dort noch mehr Einheiten ausfielen.
In der APh gab es nur vereinzelte Bewegungen, ohne große Bedeutung - zumindest aus meiner Sicht - und nach einer aktionslosen CCPh konnte sich der HMG Stand in 1CC7 wieder concealen.

In meiner Phase konnte ich glücklicherweise diejenigen Einheiten in 1R7 wieder rallien, die wichtig waren, um den Druck auf die Deutschen weiter aufrechtzuerhalten. Die Deutschen blieben leider auch nicht untätig und brachten das Squad in 1U8 auch wieder auf Vordermann und zusätzlich schaffte es der Leader in 1U3 auch wieder ins Spiel, was mir gar nicht gefiel.
Ich mußte jetzt zusehen, daß die deutschen stärker mit der Präsenz der Russen im Westen zu tun bekamen und ich mußte näher an die Fabrik, weil ich nicht wußte, wie lange sich die Units dort noch würden halten können.
Kurzes vorbereitendes PF führte zu einem broke auf deutscher Seite beim verbliebenen Squad in 1T4, was dieses Gebäude nun sturmreif werden ließ. Im Nord-Osten führte der Angriff leider nur zu einem Concealment Loss und Pin in 1AA5.
Jetzt dashten die Russen allesamt in einem großangelegten Vorstoß nach Osten und schafften es, die Gebäude 1S6 und 1T2 zu stürmen. Ersteres war damit bereits in russischer Hand, letzteres mußte jetzt in Folge noch von Deutschen befreit werden. Wichtig war, daß ich Fuß gefasst hatte, so daß die im Westen stationierten deutschen Soldaten ihr Feuer nicht mehr gegen die Fabrik würden richten können, da sie nun ganz andere Probleme hatten. Das einsetzende DF blieb mehrheitlich erfolglos, hatte aber einen durchschlagenden Erfolg in einem Holzhaus (1S9), wo sich ein Trupp aus drei Squads mit einem Leader befand. Der Angriff führte zu einem broken mit ELR failure, so daß ich dort nun mit 3 broken Conscripts und einem broken Leader saß...

Die AFPh sah nur kleinere russische Angriffe, das nur ein deutsches Squad zu einem HS dezimierte, ansonsten aber ohne Erfolg blieb.
In der RtPh gruppierte ich einige broken Units in der Fabrik neu, um sie aus der gefährlichsten Situation zu bringen, während zwei broken Squads auf deutscher Seite über die Straße low crawlten.
In der APh ging der russische Sturm auf die Häuser planmäßig weiter, was in 1U3 zum CC führte, wo der 9-2 Leader in der CCPh getötet wurde. Eine Sorge weniger für die Russen und der erste wirkliche Schlag für Denny, die bisher wenig abbekommen hatte.
Mit diesem Turn konnten die Russen soweit sehr zufrieden sein, alles ging nach Plan, das weitflächige Manöver konnte ohne große Gegenwehr durchgeführt werden und die Deutschen hatten einen wichtigen Offizier verloren, was den Weg freimachte zu einem strategisch wichtigen Gebäude!

 

Turn 4:

Eine deutsche 838 Unit schaffte den Self-Rally Attempt in 1AA4 und ein russisches Squad wurde in 1P5 wieder ins Geschehen gebracht.
In der PFPh gab es die zu erwartenden Kampfhandlungen um das gerade von den Russen erstürmte Gebäude (1U3) und PBF führte auf meiner Seite zu einem gepinnten Commissar und einem broken 527, sowie noch zwei weiterer, die ELR Failure erlitten. Das MMG dort hielt ROF, konnte aber keinen weiteren Schaden anrichten. Im Osten gab es einen kleineren Angriff gegen die Fabrik (1AA4/5 vs. 1Y4), aber außer einem Pin kam nichts dabei heraus. Denny richtete den FT gegen Hex Y5, wo eine concealte Unit saß, der NMC enttarnte aber nur einen Dummy - somit war der FT nicht mehr gegen andere wichtige Einheiten einsetzbar, der Dummy hatte also exakt den gewünschten Zweck erfüllt. Im Süden gab es jetzt noch eine sehr starken Angriff aus 1U8 vs 1T7, was trotz PBF wider Erwarten zu keinem Ergebnis führte, wie ich sehr erstaunt, aber auch erleichtert, feststellte.
In der dann einsetzenden MPh gab es den ersten Versuch der Deutschen, die Fabrik zu stürmen, ein Squad schaffte es, zwei weitere blieben erstmal außen vor dem Gebäude auf der Straße, um dann wohl in der APh reinzuziehen.

Im DF schossen erstmal die Russen in 1T7 zurück auf die Deutschen in 1U8 und waren erfolgreicher, als gerade umgekehrt im PF: Leader broken, 1 Squad gepinnt - der Hero und ein weiteres Squad waren nicht betroffen. Aber der LLTC führte dann noch zu einem Pin hinterher. Aus einem Gebäude (1S5/T4) wurden zwei deutsche broken Squads auf offener Straße beschossen: 1KIA und im Endeffekt beide eliminiert - sehr gut! Ein folgender PBF Angriff aus 1U2 vs 1V2 führte dagegen wieder zu HOB und in Folge zu einer weiteren Hero Creation nebst Battle Hardening - so viele Heros habe ich noch in keinem Szenario übers Brett laufen sehen. Der Kampf um dieses Gebäude würde als länger dauern als erwartet, was ganz und gar nicht im russischen Sinne war.
Kurzes Feuer in der AFPh blieb ohne Wirkung und die RtPh sah auf beiden Seiten kleinere Repositionierungen - bis auf meinen Commissar, der weil gepinnt, sich nicht bewegen konnte.
In der APh kam es zum endgültigen Durchbruch in die Fabrik durch 3 deutsche Squads, eines davon ungünstigerweise mit einem DC ausgerüstet, was bei erfolgreichem Platzieren 30 FP in einem Hex zünden würde...

Im Russischen Teil des Turns gabs zur Abwechslung mal ein Battle Hardening auf russischer Seite (1S9) und ein Leader schaffte es zwei Conscripts zu rallien. Der Deutsche holte sich ein LMG und das HMG in der Fabrik, die verwaist dort lagen und in 1V2 gab das dort befindliche deutsche Squad dem begleitenden Hero das LMG.
Mein PF eröffnete ich wieder im Süden , wo sich die Deutschen verschanzt hatten, mit einer FG aus 1T6/T7 vs. 1U8, was - ich wollte es einfach nicht wahrhaben - wieder zu HOB und wieder zu Hero Creation und Battle Hardening auf deutscher Seite führte! Aber ein Squad brach zumindest. In der Fabrik konnte das Squad, welches die DC trug, durch MMG Feuer eliminiert werden und ROF erlaubte das Brechen der Eindringline -das war ein Ergebnis, wie es schon lange einmal hätte kommen müssen, endlich gabs für Deutschen mal richtig Saures.

In der MPh dashten einige Units in Richtung der umkämpften Gebäude und der Fabrik, um möglichst schnell eingreifen zu können und das dann aufkommende DF war wieder extrem vernichtend, überall brachen meine Squads, ein deutscher Sniperschuß brach ebenfalls ein gut geschütztes Squad, wobei am Ende jedoch ein Angriff aus 1V2 mit zwei MGs zu Boxcars führte: in der Folge waren beide (!) MGs hinüber...sehr große Erleichterung auf russischer Seite.
In der RtPh brachte ich einige brokys nach 1R7 in die Nähe zu einem meiner noch verbliebenen Leader in 1P8, wohingegen der Deutsche nicht routen mußte und in der APh ging es weiter in Richtung Fabrik, sowie mit einigen Squads bereits hinein.
In der CCPh gab es einen Kampf in 1W5, wo ein deutsches Squad vernichtet wurde. Somit waren wir mit Verstärkungen in der heftig umkämpften Fabrik angekommen, aber leider nicht mit soviel Soldaten, wie eigentlich geplant war.

 

Turn 5:

In der RPh kam heftiger Wind auf, selbe Richtung wie vorher, und die Deutschen schafften es, das LMG in 1V2 zu reparieren. Das MMG versagte glücklicherweise weiter den Dienst. Der Russe konnte in 1P8 alle Units rallien und hatte damit wieder genügend Mannstärke, um weitere Manöver durchzuführen.
Das deutsche PF verwundete dann jedoch leider meinen Commissar, und brach ein Squad nebst ELR Failure im Norden sowie ein LMG bedienendes Squad in 1T6, wo auch eine 527 Unit ELR Failure erlitt.

In der MPh kam es dann zu größeren Aktionen der Deutschen: eine 838 Einheit rannte auf die Straße und schnappte sich das dort (1Z4) liegende DC, um dann weiter die Straße raufzurennen (1Z3). Leider hatten wir keine LOS, mußten das also geschehen lassen. Dann sahen wir den deutschen 10-3 Offizier ebenfalls aus seinem Gebäude auf die Straße rennen, gefolgt im Norden von einer 838 Unit bewaffnet mit einem weiteren DC und einem LMG - der erneute Ansturm auf die Fabrik hatte begonnen!
Mein einsetzendes DF war nur marginal erfolgreich, ein pin hier, ein broke dort, aber ohne wirklich was wichtiges zu erreichen. Zudem ging bei einem Angriff in 1V2 mein LMG dort kaputt, was jetzt ebenfalls nicht sehr hilfreich war...
Die RtPh sah kaum Bewegungen auf beiden Seiten, aber in der APh stürmten alle deutschen Einheiten, die vorher adjacent gekommen waren, die Fabrik...

Als Fazit für diesen Turn, hatte ich nun also den Feind erneut in der Fabrik, aber diesmal besser bewaffnet und unter Führung eines 10-3 Leaders, bei dem ich mir kaum Illusionen machte, ihn wieder dort rauszubekommen. Denny hatte die ganze Zeit über keinerlei Smoke eingesetzt, aber die Angriffsfläche im Osten war jetzt durch die Russen auch kaum mehr abgedeckt, so daß das wohl verzeihlich war. Trotzdem hätte ich die hohe Smoke Capability an ihrer Stelle eingesetzt.

In der anschließenden RPh versuchte ich vergeblich, ein LMG zu reparieren resp. ein MMG aufzunehmen, konnte aber dafür in diesem Spiel meine dritte Berserk Unit begrüßen - ein Conscript in 1S9 drehte durch! Der Commissar rollte natürlich Boxcars - wounded again und damit eliminiert! Soviel zu meinem Plan den Commissar in die Fabrik zu bekommen...jetzt sahs's wirklich übel aus, denn die anderen Leader waren a) recht weit weg und b) eigentlich zur Unterstützung der Truppen um die Fabrik gedacht. Denny reparierte ihr MMG derweil kaputt, aber der 10-3 Leader konnte zwei Squads in der Fabrik rallien - was ich ja befürchtet hatte.

Ich überlegte nicht lange und begann in der PFPh den verzweifelten Versuch, die Angreifer in der Fabrik zurückzuschlagen, wobei ich mich auf einige wenige Units und vor allem auf ROF verlassen mußte. Aber das Unglaubliche geschah: während es draußen hie und da zu kleineren Erfolgen durch broken/pin kam, eröffnete in 1X3 in der Fabrik ein Squad mit seinem MMG das Feuer...und schoß sich in einer hochdramatischen Würfelsequenz durch ROF und Snakes durch die gesamten Feinde. Es schwenkte hin und her (symbolisch gesprochen) und mähte mit seinen Salven alle deutschen Einheiten nieder - inklusive dem 10-3 (!) -, so daß am Ende bis auf zwei gepinnte deutsche Squads alle anderen broken waren! Das lies mich nun wieder richtig hoffen, obwohl mir natürlich klar war, daß die beiden gepinnten Einheiten im nächsten Turn zurückschießen würden und ich dann, wenn sie trafen, wohl keine einsatzfähigen Einheiten mehr in der Fabrik haben würde.

Jetzt kam es aber erst einmal zu einigen Bewegungen in der MPh, wo das Berserk Conscript Squad seinen eigenen kleinen Rachefeldzug began und durch heftiges PBF in 1T8 unbeschadet durchkam, um sich dann in den Nahkampf in 1U8 zu stürzen. Auch dort überlebte es selbst TPBF und ich freute mich auf die kommende CCPh....
Dennys DF richtete leider wieder enormen Schaden an, so daß mir jetzt langsam wirklich die Leute ausgingen, die ich hätte noch sinnvoll hätte einsetzen können, um die Fabrik zu entsetzen. In der AFPh gab es eine FG mit der berserk Einheit gegen die noch im südlichen Gebäude verschanzten Deutschen, was dazu führte, daß die beiden deutschen Heros verwundet wurden und ein Squad broken und ELR Failure erlitt.

In der RtPh war ich gezwungen einige broken units aus der Fabrik zu ziehen, wobei eine Einheit sich einem deutschen Hero ergab, der auf der Straße mit einem LMG Stellung bezogen hatte. Da es keine VPs für Gefangene in diesem Szenario gab, hieß es von Dennys Seite "No Quarter!" und die Einheit wurde eliminiert. Auch die Deutschen brachten in dieser Phase ihre broken Units aus dem Kampfgebiet der Fabrik und zogen sie in das östliche Gebäude (1AA5) in Deckung.
In der APh zog ich in den CC, wo sich ja bereits der Berserk befand, zur Unterstützung weitere 527 Units hinein, was in der CCPh aber zu einer Melee Situation führte. Im nördlichen Haus ging der Kampf hingegen besser aus, die Deutschen eliminierten eine 527 Unit und die Russen vernichteten alle Deutschen in dem Hex, so daß das Haus nun endlich uns gehörte - allerdings viel später, als der ursprüngliche Plan vorsah.

 

Turn 6:

In der RPh ließ der Wind wieder nach und wandelte sich zum Mild Breeze und die Deutschen schafften einen Self-Rally bei einer der 838 Units, der 10-2 Leader versagte jedoch. Der russische 9-1 Leader brachte zwei Squads in 1R7 wieder auf Vordermann.
In der PFPh gab es wieder ein heftiges Kugelgewitter, das auf die restlichen in der Fabrik verbliebenen russischen Verteidiger niederging und führte zu mehreren broken Squads. Der deutsche Sniper schoß mehrmals an verschiedener Stelle in die russischen Soldaten, was einmal zu einem Pin, ein anderes mal zu einem broken führte. Mir fielen der Reihe nach immer mehr Männer aus, ohne das irgendwo ein Leader in der Nähe war. Das von den Deutschen eroberte russische HMG fiel bei einem Boxcars Roll aus, brach aber noch das beschossene Squad, das natürlich noch ELR failure erlitt.

Dann schloß sich die MPh an, wo Denny alles zur oder in die Fabrik zog, was in Reichweite war und als ich ein verzweifeltes DF abgab. Es kam zweimal der deutsche Sniper zum Einsatz, der beide Male multiple targets erwischte und in den beschossenen Stacks entprechende Verluste auf unserer Seite verursachte.
An diesem Punkt gab ich auf, da ich keinerlei Mögliochkeiten mehr hatte, noch genügend Männer aufzubringen, um die verlorene Fabrik wieder zurückzuerobern. Das Schlachtfeld war übersäht mit broken Squads, gepinnten Männern und im Einsatz ausgefallenen Waffen....

Fazit:

Dies war einer der heftigsten ASL Kämpfe, die wir bisher hatten und beweist den Klassiker-Status dieses Szenarios. Am Anfang sah es so aus, als ob ich die Fabrik lange genug würde halten können, bis meine 527 Units die Deutschen in ein Gefecht verwickeln würden. Mein Fehler war, denke ich, den einzigen Leader in der Fabrik an solch exponierter Stelle dem feindlichen Feuer auszusetzen. Ich wollte seine Fähigkeiten zur Verstärkung des HMGs nutzen, hatte aber den deutschen Erstangriff wohl doch in seiner möglichen Wirkung unterschätzt. Der Leader gehört in die Mitte der Fabrik, wo er geschützt ist und wohin sich dann broken units ziehen lassen, die dann ebenfalls im Schutz der Fabrik von ihm wieder motiviert werden können. Ist einmal der Leader ausgefallen, dann ist quasi jeder Ausfall der Verteidiger ein dauerhafter, was über kurz oder lang zum Verlust der Fabrik führt. Die russischen 527 Units sind zwar im Nahkampf sehr stark, brauchen aber eine Weile, bis sie sich zur Fabrik durchgekämpft haben. Mein Problem war zusätzlich sicherlich auch, daß die ersten Turns von der Effizienz her, was meine Angriffe, wie auch meine MC Würfe, betrifft, ziemlich schlecht waren, was den Zeitfaktor nachher weiter verstärkte und vor allem, daß mir mein Commissar ausfiel. Wenn er es in die Fabrik geschafft hätte, hätte ich noch eine Chance gehabt, denke ich.
Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und das Szenario ist wirklich für beide Seiten sehr empfehlenswert.

(Andreas)

Kommentar des Gegners:

Auch mir hat dieses Szenario viel Spaß gemacht, es war bis zur letzten Sekunde spannend, da es ein ewiges Hin- und her um die Fabrik gab. Ich mußte sie so schnell wie möglich erobern und auf jeden Fall halten, bevor die russische Verstärkung eintraf, anderenfalls wäre es mir nicht mehr möglich gewesen, dort einzudringen. Mein primäres Ziel war es, auf gezielte Jagd nach den russischen Leadern zu gehen. Der Russe bekommt vom Setup her ausgesprochen wenig Leader zugeteilt, während der Deutsche darin nahezu ertrinkt (bis zum Ende hatte ich concealte Leader als Reserve in Häusern stehen, die ich nie benutzt hatte). Ich sah darin eine Möglichkeit, der russischen Flut Herr zu werden, auch wenn das bedeutete, größere Einheiten unbeschadet ziehen zu lassen, um gezielt Schüsse auf Leader abzugeben. Waren erst die russischen Anführer ausgeschaltet, löste sich das Problem der russischen personellen Überlegenheit mit der Zeit von alleine, wenn er nicht mehr in der Lage sein würde, seine Leute zu rallien.

Auch von mir gibt es ein "sehr empfehlenswert"; die alten SL-Szenarios sind nicht umsonst immer wieder gerne gespielte Klassiker, zumal die ASL-Regeln noch mehr Dynamik hineinbringen!

(Denny)


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