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Game: | Advanced Squad Leader |
| HFC report # | ASL 07 | |
| Scenario: | ASL# 22: "Kurhaus Clash" (Yanks) | |
| Game Type: | FTF | |
| Player #1 (German): | Andreas Ludwig (HFC), AREA ID# AL008 | |
| Player #2 (USA): | Denny Koch (HFC), AREA ID# DK003 | |
| Reporter: | Andreas Ludwig (HFC) | |
| Game End: | 12. Juni 2005 | |
| Gewinner: | Deutschland | |
| AREA rated: | Yes | |
Einleitung / historischer Hintergrund:
Das Szenario
spielt in Aachen im Oktober 1944 und behandelt die Kämpfe
zwischen dem amerikanischen 26. Infanterie-Regiment und kleineren
Einheiten des SS Batallions Rinka, das zum größten
Teil aus sehr jungen deutschen Soldaten bestand. Die Amerikaner
versuchten, den Quellenhof in Aachen anzugreifen, weil sich dort
das Hauptquartier des deutschen Stadtkommandanten befand, was
auch anfangs insoweit gelang, als daß man die Parkanlage,
sowie einige Nebengebäude rings um das Gebäude sichern
konnte. Dort verschanzten sich die US Truppen, um den direkten
Angriff auf den Quellenhof starten zu können. Bevor dies
geschehen konnte, wurden die Amerikaner jedoch von einem plötzlichen
Gegenangriff der SS Einheit überrascht, die durch zwei StuGs
und starkem MG Feuer aus den Fenstern des den Park überblockenden
Hotels unterstützt wurden. Die befestigten Stellungen der
Amerikaner wurden geradewegs überrannt und das heftige Feuer,
das besonders von den StuGs ausging und wegen der geringen Distanz
verheerend war, setzte der Kampfmoral der GIs schwer zu. Während
die jungen SS Soldaten ihre Attacke weiter vortrugen und sich
das von den Amerikanern gehaltene Kurhaus zum zentralen Punkt
der Auseinandersetzung entwickelte, hatte sich ein einzelner amerikanischer
Mortar-Beobachter in seinem Foxhole verschanzt und lenkte entsprechendes
Feuer auf die deutschen Angreifer. Dies stoppte den SS Vorstoß
für's erste, so daß sich die Deutschen nun ebenfalls
in der südlichen Hälfte der Parkanlage verschanzten.
Amerikanische Ausgangslage & Set Up:
Dem Amerikaner stehen in diesem Szenario 17 MMCs (666, 1st line) zur Verfügung, die von 4 Leadern angeführt werden (9-1, 8-1, 8-0, 7-0), wobei einer davon als Observer das Radio trägt, um eine 100 mm OBA herbeirufen zu können. Die Bewaffnung der Einheit besteht aus 2 x MTR (60mm), 2x MMGs, 1x HMG und 4x BAZ, was durchaus genügend Feuerkraft für den reinen Infanteriekampf darstellt, als auch genügend Verteidigung gegen die deutschen AFVs beinhaltet. Die US Einheiten setzen nördlich des Canals auf Board 23 auf, wobei der Canal per SSR als Boulevard definiert ist (es existieren keine Brücken, welche als Open Ground gelten).
Das deutsche HQ des Quellenhofes befindet sich im großen Steingebäude 23Y7, wobei dieses Hex einen 3rd Level hat, der sich quasi als Beobachtungsposten anbietet.
Das Szenario gibt in seinen VCs die historische Situation treffend wieder, weil beide Seiten auf Board 23 aufsetzen, der deutsche Spieler nördlich des Boulevards ("Canal") und der amerikanische Spieler südlich davon, beide Seiten jedoch versuchen müssen, Board 16 zu erreichen - und dort nach Möglichkeit Häuser zu erobern, weil diese doppelt so viele VPs bringen, wie Einheiten auf Board 16 generell. Der Amerikaner sitzt also zwischen den Deutschen, die über ihn hinweg auf Board 16 müssen und diesem Board, das er aber selbst ebenfalls erreichen muß, d.h. eine Totalverschanzung wird nicht viel Sinn machen, es muß ein flexibles Vorgehen, zwischen Angriff und Verteidigung geplant werden.
Denny sah sich der Situation gegenüber, sich zu Beginn entscheiden zu müssen: setzt sie massiv im vorderen Bereich auf, um den deutschen Vorstoß kontinuierlich zu verlangsamen und sich quasi kämpfend auf Board 16 zurückzuziehen, in der Hoffnung, das der Angriff bei den Deutschen genügend hohe Verluste bringen wird (was dann letztlich bedeuten würde, sie hat am Ende mehr Einheiten auf Board 16), oder setzt sie gleich relativ weit hinten auf, um sich sofort auf Board 16 zurückzuziehen, um von dort dann aus den Häusern einen Stellungskampf gegen die deutschen Einheiten zu führen. Auch die Frage, wie man die doch lange Front des gesamten Boards 23 gegen einen Ansturm der SS wird überhaupt sinnvoll halten können, stellte sich.
Sie entschied
sich für ein gleichmäßig verteiltes Setup und
setzte ihre Einheiten sowohl in den Häusern gegenüber
dem Boulevard auf, wie auch in Foxholes, um möglichst keine
Schlupflöcher für den deutschen Vorstoß offen
zu lassen. Dabei stellte es sich heraus, daß mehrere Foxholes
hinter der Hecke (23Q6/X1) nicht sehr gut gewählt waren,
da die dort befindlichen Einheiten über das adjacent hex
hinaus keine LOS hatten, was sie entweder am Anfang zur Untätigkeit
verdammte oder aber zum Verlassen ihrer Stellung zwang, um über
die Hecke hinaus schauen und angreifen zu können. Würde
ich nicht den historischen Weg nehmen und diese Foxhole Line nicht
zu überrennen versuchen, hatte sie natürlich nach hinten
offenes Feld, um meine Truppe angreifen zu können, sollte
ich das offene Feld hinter der großen Hecke erreichen -
war selber aber gut geschützt. Man würde sehen, ob diese
Foxholes gut oder weniger gut gewählt waren...
Deutsche Ausgangslage & Set Up:
Ich hatte für meinen Angriff 13 MMCs (658, SS) zur Verfügung, die unter dem Befehl von 5 Offizieren standen (9-2, 8-1, 2x 8-0, 7-0). Die Bewaffnung bestand aus 1x HMG, 2x MMGs und 4x LMGs, wobei dann noch die beiden in der Einleitung schon erwähnten StuGs vom Typ IIIG hinzukamen. Deren NT MA wurde jedoch durch das Kaliber 75 wieder wettgemacht, auch wenn die ROF mit 1 sicherlich nur wenige multi shots erlauben würde. Ich sah mich nun der gleichmäßigen Verteidigungsstellung der Amerikaner gegenüber und mußte natürlich mit der Tatsache kalkulieren, daß viele Einheiten des Feindes in Foxholes verschanzt waren, die ich erst nach und nach würde lokalisieren können. Ich plante einen konzentrierten Vorstoß an einer begrenzten Stelle, weil mich eine weitflächige Attacke evtl. zu viele Verluste kosten würde, weil ich in getarnte Stellungen lief und ich nach dem Erstangriff ja noch über eine beträchtliche Anzahl völlig offener Felder auf Board 16 mußte, wollte ich die Gebäude dort erreichen.
Also mußte der erste Vorstoß einen Durchbruch erzeugen, ohne mich zuviel zu kosten. Dabei machte sich die Gestaltung des Geländes auf meiner Seite des Boulevards bezahlt, da es dort genügend Deckungsmöglichkeiten gab, die vom Amerikaner nicht direkt unter Beschuß genommen werden konnten, etwa Gelände abgedeckt durch Walls und Hedges. Sehr angenehm für mich war die Foxhole Reihe hinter der großen Hecke, die die Amis in der Tat in eine sehr defensive Position brachten und deswegen so lange für mich keine Gefahr bestand, wie sie in ihren Stellungen sitzen blieben. Da sich dies jedoch nur in der US MPh ändern konnte, war ich in der Lage relativ ungefährdet dort meine Einheiten zu bewegen. Um aber nicht gleich zu verraten, wo ich meinen Angriff ansetzen wollte, setzte ich ebenfalls Einheiten von Westen bis nach Osten auf, aber verstärkt in der Mitte/westlich, da ich mir die westliche Hecke als Ziel des Durchbruchs ausgesucht hatte (23O5/K3), mir aber als direkte Alternative einen schmalen Durchbruch durch ein Waldhex ( 23K1 ) offenhielt, das rechts durch die Hecke, links durch Häuser gedeckt war. Auf dem Lv 3 Gebäude (23Y7) baute ich mein HMG auf, um von dort oben die gute Sicht nutzen zu können und somit den Angriff der Truppen unterstützen zu können. Die beiden StuGs wurden in der Mitte und im Osten eingesetzt und ich hatte ihnen neben der eigentlichen Vorbereitung des Infanterie-Vorstoßes vor allem die Aufgabe zugedacht, schnell in den Rücken des Feindes zu fallen, um die US Soldaten gleich in die Zange nehmen zu können. Später stellte sich heraus, daß dieser schnelle Vorstoß der AFVs natürlich auch schnelle VPs sichert, der Amerikaner also dringend sehen muß, diese beiden AFVs zu stoppen bevor sie offenes Gelände erreichen, wo sie leicht manövrieren können.
Turn
1:
Die RPh sah natürlich keine Aktionen, aber das deutsche PF setzte gleich zu Beginn machtvoll ein: Mein StuG im Osten hielt 3 mal ROF und nahm ein Foxhole zwischen den östlichen Steingebäuden unter Feuer (23CC3), was sofort zu einem broken US Squad führte, das dort mit einer BAZ auf der Lauer lag. Der nächste Schuß setzte eine amerikanische HMG Stellung in einem der Steingebüde (23AA3) außer Gefecht, während der letzte Schuß wegen erneuter ROF mit Area Target Type auf ein Foxhole hinter der großen Hecke (23W2) keinen Effekt erzielte. Als nächstes griff mein 658+MMG+9-1 Stack in 23O10 die Amerikaner im gegenüberliegenden Haus (23O6) an und erzielte dort ebenfalls gleich einen broke result. Erstes HMG Feuer aus meinem Lv 3 Ausguck in 23Y7 verlief jedoch leider ergebnislos. Soweit war dies jedoch ein gelungener Überaschungsangriff, der die US Einheiten, wie historisch eben auch, in ihrer Moral angeknackst hatte. In der MPh zog ich alle Units aus dem westlichen Haus (23E4) heraus, da diese dort zu Anfang nur in Stellung gegangen waren, um Denny in Unklarheit zu lassen, wo der Hauptangriff stattfinden würde. Ich ließ nur einen MG Trupp dort auf Lv 1 zurück, um die westliche Flanke sichern zu können, damit mir dort keinerlei Überraschungen drohten, wenn ich den Vorstoß hinter den Häusern beginnen würde. Ein in 23Z6 befindliches Squad rannte über den Boulevard zur HMG Stellung der Amerikaner, was wegen der hinter der Hecke entrenchten US Einheiten völlig gefahrlos geschehen konnte und meine Vorstoß-Gruppe, die concealt im Rowhouse (23K7-M8) saß, wartete auf die kommende APh.
Das DF der Amerikaner begann mit MTR Beschuß aus einem östlichen Wald heraus (23FF1) und versuchte meinen HMG Lv 3 Posten auszuschalten, was jedoch nicht gelang, mir aber zeigte, wie richtig ich mit dieser Position gelegen hatte. Einerseits konnte man von hier oben genügend Gelände auf beiden Boards unter Beschuß nehmen und zum anderen mußte Denny zwangsläufig versuchen eben deswegen Feuer auf diese Stellung zu konzentrieren, was wiederum andere Einheiten davon verschont blieben ließ. Das Riskio war wegen dem +3 TEM für mich auch kalkulierbar, zumal ich dort neben einem Leader auch ein zweites Sq in Reserve auf Lv 2 in Stellung hatte, sollte das feuerne Squad tatsächlich ausgeschaltet werden. Ein zweiter MTR Angriff aus einem Wald im Westen (23E1) nahm meine MG Stellung im Haus 23E4 auf Lv 1 unter Beschuß, was wegen Area Target Type auch das dort befindliche Squad auf ground level erwischte, aber alle meine Jungs bestanden den NMC. In diesem Moment jedoch peitschte ein Schuß durch die Straßen und der US Sniper erwischte meinen 9-2 Leader in 23O10, der leider sofort an der Schwere der Verletzung verstarb. Das war ein schwerer Schlag für meine Pläne, sollte doch gerade dieser Leader massiv FP hinter dem Angriff hertragen, um jede neue Stellung gleich absichern zu können. Nun mußte es eben ohne ihn gehen...Letztlich war das US DF nicht sehr erfolgreich, beide MTR Stellungen mußten sich deconcealen ohne etwas erreicht zu haben, nur der Sniper hatte einen gründlichen Job gemacht. In der AFPh gab es von deutscher Seite aus zwei Attacken, die jedoch ebenfals ohne Effekt blieben. In der RtPh mußte sich das amerikanische HMG-Squad, daß sich adjacent zu meiner SS Einheit befand von dort zurückziehen und das HMG zurücklassen und im Haus 23O6 zog sich das Squad, welches ein MMG bediente, in den Wald 23M4 zurück. Damit waren zwei wesentliche Stellungen der Amerikaner gleich zu Beginn aufgegeben worden, wobei das jetzt verlassene Haus im Westen mir den geplanten Vorstoß erleichtern und das US HMG meinem Angriff weitere massive FP bringen würde.
In der APh begab sich der MMG-Trupp im Haus 23F3 von Lv 1 auf ground level, um außer LOS des westlichen MTR der Amerikaner zu kommen, während die concealten Units aus dem Rowhouse sich auf den Boulevard hinter die Deckung der dort befindlichen Wall begaben (23K6/M7), was ihnen ihr Concealment ließ. In der CCPh geschah naturgemäß nichts, außer das ich zwei Squads wieder concealen konnte.
Ich war mit diesem Eröffnungsturn mehr als zufrieden, ich hatte Dennys Einheiten schwere Verluste beigebracht, vor allem, was die taktisch wichtigen Stellungen anging und außer meinem 9-2 Leader keine eigenen Verluste zu verzeichnen.
Die RPh sah auf US Seite einen fatalen Boxcars Roll, was aus einem Squad ein HS machte, auf deutscher Seite hingegen wurde das amerikanische HMG aufgenommen.
Das anschließende PF führte durch einen BAZ Angriff auf einen deutschen Trupp nebst 8-0 Leader in einem Gebäude zu einem broke result, eine daraufhin auf dieselbe Einheit feuernde FG brach noch ein weiteres Squad. Der MTR im Osten eröffnete wieder das Feuer auf meinen Lv3 HMG-Stand, wieder ohne Erfolg. Um nicht weiteres Concealment zu verlieren, verzichtete Denny auf weiteres Feuer und vollzog in der MPh einige wenige Umgruppierungen. Mehrere HS zogen sich nach Westen zurück, während sich ein weiteres HS im Osten schon jetzt auf Board 16 absetzte. Mein DF eröffnete ich im Sinne der Vorbereitung meines kommenden Vorstoßes und so verzichtete ich auf Schüsse auf das unwichtige HS und konzentrierte mich auf taktisch wichtige Punkte. Meine Truppe, die hinter der Wall auf dem Boulevard Stellung bezogen hatte, eröffnete das Feuer auf US Einheiten in den Gebäuden gegenüber, was dort zu einem broken Squad führte. Man sah es Denny's Gesicht an, daß sie arge Schwierigkeiten befürchtete, wegen der geringen Moral ihrer Units, die mit 6 nicht wirklich geeignet schien, heftige Feuergefechte durchzustehen. Man konnte zwar davon ausgehen, daß sie wieder schnell einsatzbereit waren, weil ihre Moral im broken Zustand 8 war, aber trotzdem würden sie gegen die SS Einheiten mit Moral 8 resp. sogar 9 als broken Squad im offenen Kampf einen schweren Stand haben. Mein HMG Nest auf Lv 3 in unserem HQ feuerte auf den MTR im östlichen Wald und erwischte dort die US Soldaten voll - broken! Der in dieser Hälfte des Boards stehende StuG nahm wieder ein Foxhole unter Beschuß, aber ohne Effekt, dann allerdings sah man, wie das eroberte US HMG von meinem SS Squad gegen das Foxhole schwenkte, in dem immer noch das HS mit der BAZ lauerte - eine kurze heftige Salve eliminierte das amerikanische Trüppchen! Dies erlaubte nun natürlich meinem AFV auf dieser Seite eine bessere Bewegungsmöglichkeit, da diese Gefahr gebannt war. Denny verzichtete auf AF und in der RtPh verschwand ein broken HS in einem Foxhole, das damit auf's Brett kam. Ich blieb mit meinen beiden brokies wo ich war und rechnete mit einem Rally in der nächsten RPh. Auch die APh sah weiteres Rückzugsmanöver auf US Seite und in der CCPh erhielten zwei US Units wieder Concealment.
Auch der amerikanische Turn war für die Deutschen sehr positiv verlaufen, kaum Schaden durch feindliches Feuer, aber weitere Schwächung der amerikanischen Stellungen, was dem jetzt erfolgenden Vorstoß helfen sollte...
Turn
2:
Mein Versuch, die beiden broken SS Squads wieder ins Geschehen zu bringen, mißlang leider, was dem Amerikaner ebenso erging - nur seine MTR Crew im Osten schaffte es dummerweise, sich wieder zusammenzureißen, quasi als wüßten sie um ihre wichtige Aufgabe.
Deswegen nahm mein StuG im Osten diese Stellung des Feindes in der PFPh gleich wieder unter Beschuß und brach das Squad erneut, aber leider hielt der Leader dem Feuer stand. Ein weiteres HS wurde im Zuge des Gefechtes gepinnt. Jetzt wurde mir auch bewußt, daß Denny die Möglichkeiten zum Deployment am Anfang ausgenutzt hatte, um möglichst viel Gelände abdecken zu können. Die Gefahr war natürlich, daß diese HS schnell eliminiert werden konnten, wurden sie mal richtig erwischt, oder gabs ein Desaster beim Rallien. In der MPh begann meine Offensive: alle units gingen massiv geschlossen vor und einer der StuGs machte sich auf den Weg Richtung Board 16, um die anfangs geplante Zangenwirkung vorzubereiten. Am Ende standen wir wie erhofft in den Häusern auf der anderen Seite des Boulevards, was einige broken US Squads wieder DM werden ließ. Der Boulevard war also erfolgreich ohne Verluste überquert worden. Es gab auch keinerlei DF, das auch nicht wirklich hätte irgendwas ausrichten können. Die in ihren Foxholes liegenden Truppen des Feindes waren immer noch völlig aus dem Geschehen und wurden schlicht von den Deutschen rechts liegen gelassen. Mittlerweile machte der dort stationierte StuG ein Verlassen der Foxholes auch zu einem Wagnis und ich sah, daß diese Position für die Entrenchments nicht sehr glücklich gewählt war - die Jungs dort sahen einfach nichts und wenn sie etwas sahen, dürfte es eh zu spät sein, weil der Feind dann auch schon adjacent steht, was den TEM des Foxholes relativ witzlos werden läßt. Ein paar kleinere Angriffe in der AFPh brachten jedoch keinerlei Erfolg und so gab ich ab an die Amerikaner in der RtPh, da wir nicht routen mußten. Ein broken Squad versuchte, sich nach hinten abzusetzen, wurde jedoch durch Interdiction dabei erwischt und kam nur als HS in einem Waldstück auf Board 16 an. Broken Units, die sich vor der großen Hecke befanden (23L3/M4) low crawlten hinter diese, um ein wenig Deckung zu haben. In der APh schob ich meine Truppen wieder weiter nach vorne und war nun direkt an der großen Hecke angekommen, während ich durch ein kleineres Manöver mit einem LMG Trupp im Westen den dortigen MTR ablenken wollte. In der CCPh gabs keine Aktionen und ich war hochzufreiden mit dem bisherigen Verlauf. Seit dem ersten Turn wurden die Amis aus ihren Stellungen getrieben, oder waren zumindest hilflos in dem Versuch, meinen Vorstoß aufzuhalten.
Denny konnte in der RPh ihre östliche MTR Crew wieder auf Vorderman bringen, sowie im Westen eines der HS. Endlich rissen sich auch meine beiden SS Einheiten auf dem Boulevard wieder zusammen, deren FP ich eingeplant hatte.
Das PF fing wie üblich mit MTR Beschuß aus dem Osten gegen mein HMG auf dem Turm des HQ an, was allerdings zu meiner großen Freude mit einer Malfunction für den MTR endete. Ein weiterer Angriff aus einem Foxhole in einem kleinen Waldstück (23R4) führte zu einem broken SS Squad hinter der großen Hecke (23N4), womit das PF aber auch schon beendet war.
In der MPh entarnte sich ein US Leader, der das Radio bei sich trug (23U1) und machte einen Assault Move auf Board 16, und ein HS versuchte aus einem Brush mit Double Time in sicheres Gelände zu kommen, was jedoch durch schweres HMG Feuer aus dem HQ vereitelt wurde - das HS wurde komplett eliminiert und ich hielt ROF. Als das Manöver der Amerikaner beendet war, eröffneten die Deutschen ein massives DF: einer der StuGs feuerte wieder auf die MTR Crew im Osten, um die latente Gefahr für meinen HMG Stand auszuschalten, denn es war davon auszugehen, daß die Gegner den MTR wieder raparieren konnten. Ein 3MC und ROF schenkte ihnen gehörig ein, was zu einem broke für alle US Soldaten in dem Hex führte. Ein weiter Schuß landete mit snake eyes einen weiteren vernichtenden 1KIA Treffer und der unvermeidliche LLMC löschte auch den letzen Mann dort aus - übrig blieb ein geleertes Hex mit einem kaputten MTR... Das SS Squad mit dem eroberten US HMG feuerte auf ein HS, das im westlichen Wald gegenüber Stellung bezogen hatte (23X0) und eliminierte es. Dann versuchte ich mit meinem jetzt vorgeschobenen MMG Stand im Wald 23O5 die Feinde im Foxhole auszuschalten, die vorher bereits auf uns gefeuert hatten, was aber ohne Effekt blieb. Ein LMG Angriff unsererseits gegen den verbliebenen MTR Stand im Westen führte nur zu einem Pin, ein weiterer Angriff durch zwei SS Squads mit LMG aus einer anderen deutschen Stellung brach sie jedoch erfolgreich. Da wir mittlerweile plangemäß hinter der großen Hecke standen, konnte ein vernichtender PB Angriff gegen mehrere US Einheiten, darunter auch brokies, geführt werden, die auf der anderen Seite dieser Hecke standen. Ein 30 FP Angriff führte zu einem 3MC result, was auf amerikanischer Seite zu weiteren schweren Verlusten führte. Weitere Angriffe folgten mit weniger gravierenden Results, aber Multiple Casualties auf Dennys Seite schwächten ihre Truppe weiter. Der amerikanische Sniper pinnte meinen HMG Stand auf Lv3, der daraufhin trotzdem noch einmal ein Foxhole unter Beschuß nahm, aber wegen der geringen FP nur einen PTC erreichte, der von den Amis bestanden wurde.
Die Amerikaner verzichteten auf AF und die RtPh sah einige Bewegung auf US Seite, wohingegen ich nur ein broken Squad in ein Haus brachte, weil der Weg zu einem Leader leider versperrt war durch einen US Offizier. In der APh sah man einen US Leader sein HS verlassen, um Hilfestellung bei einem MMG Stand zu leisten, die jetzt nach Ausfall beider MTR Gruppen um so wichtiger für die gegnerische Seite wurden. Der Leader mit dem Radio zog sich weiter auf Board 16 zurück, ich ging davon aus, daß er dort einen guten Platz suchen wollte, um nach einem Durchbruch der Deutschen mit Artillerie das Gelände kräftig einzudecken. Allerdings machte ich mir zu diesem Zeitpunkt darüber noch keine Gedanken, erst einmal mußte der Vorstoß erfolgreich vonstatten gehen. In der CCPh gabs keinerlei Aktionen, was diesen zweiten Teil des Turns ebenfalls beendete. Wieder war es für die US Seite nicht gut gelaufen, Denny konnte aus ihren Positionen heraus keine wirklich harten Angriffe gegen meine Truppen führen, wurde selber aber Opfer schwerer deutscher Attacken, die ihre Truppenstärke langsam aber sicher zu dezimieren begann. Die Tatsache, daß sie viele HS im Gelände hatte, sicherte ihr zwar theoretische Mobilität, die sie aber nicht wirklich nutzen konnte, führte aber auch dazu, daß erfolgreiche deutsche Angriffe gleich die Einheit eliminierten.
Turn 3:
Die RPh des nächsten Turns sah auf beiden Seiten nur erfolglose Rally Versuche, wobei für mich wichtig war, daß der hinzugeeilte US Leader die MMG Mannschaft nicht zur Aktion bewegen konnte - das gab mir Luft für mein weiteres Vorgehen.
Im PF gab es nur einen erneuten Angriff meiner Einheiten aus 23O5 gegen das Foxhole in 23R4, was diesmal auch zu einem broken Squad nebst ELR Failure führte. Damit war ein weitere wichtiger Bereich gesichert, so daß ich es mir nun erlauben konnte, die große Hecke zu übersteigen.
In der MPh ließ ich zuerst gemäß meinem ursprünglichen Plan beide StuGs auf Board 16 vorstoßen, um die Umklammerung der Feinde einzuleiten. Die schweren Geschütze im Rücken zu haben, konnte Denny nicht ignorieren und es würde zu einer Aufsplittung ihrer Gegenmaßnahmen und damit zu einer Schwächung ihrer Frontverteidigung führen. Die große Entfernung über Open Ground hingegen erlaubte mir auch Angriffe, ohne Gefahr zu laufen, einem BAZ Trupp zu nahe zu kommen, die ja nach wie vor noch irgendwo auf ihre Chance lauerten. Danach schob ich meine Stacks in einer Reihe geschlossen nach vorne, so daß wir nun auf 23J1/K2/L2 standen, rechts von einem Wald gedeckt und links durch Holzhäuser gut abgeschirmt. Das HMG wurde von Lv3 auf Lv 2 heruntergebracht, weil ich nicht einschätzen konnte, ob der US Observer nicht vielleicht schon jetzt genügend Sicht hatte, um mir mit Arty gefährlich werden zu können.
In der gegnerischen DFPh kam es dann auch tatsächlich auch zu einem Radio Attempt des Leaders, was aber glücklicherweise zu keinem Kontakt führte. Ansonsten gab es nur noch einen Angriff aus einem Foxhole hinter dem Waldstück in der Mitte des von der großen Hecke eingeschlossenen Geländes (23S2) gegen meine Jungs im Wald 23O5, aber der PTC wurde von uns bestanden. Damit war das amerikanische Feuer beendet, ich hatte mich erfolgreich in eine Position gebracht, wo der Ami nicht wirklich etwas tun konnte, wollte er nicht ein größeres Manöver zwecks Umgruppierung durchführen. In der AFPh nutzte ich das Assault Fire der SS Trupps und eliminierte weitere Gegner und einer der StuGs landete einen erfolgreichen CH gegen den Radio Observer auf Board 16! Er wurde von einem US Squad begleitet, aber beide wurden broken, wobei das Squad zusätzlich noch ELR Failure erlitt. Damit war im Grunde die letzte große Gefahr nach den MTRs für's erste gebannt. In der RtPh, in der ich nichts machen mußte, da ich bisher noch keinen größeren Ausfall verzeichnen mußte, routete der Radio Observer aus der Acquisition meines StuGs und die broken MTR Crew im Westen verließ ihre Stellung, um sich zurückzuziehen. Die APh führte zu einer Eroberung des westlichen Foxholes, wo wir den US MTR in der nächsten Rph aufnehmen wollten und zu einem weiteren konzentrierten Vorstoß in der Mitte. Keine Aktionen in der CCPh und als Fazit meines Turns: die Amis bereits ziemlich zusammengeschossen und neben der Drohung durch die beiden StuGs im Rücken der Feinde, schon mal 10 VP für die Deutschen gesichert, was den psychologischen Druck auf meinen Gegner natürlich erhöhte. Ich sah auch nicht, wie Denny die AFVs jetzt noch ausschalten wollte, die Gelegenheit dazu wäre im engeren Gelände gewesen, in Open Ground über viele Hexe hinweg, sah ich keine Gefahr mehr, zumal die StuGs MGs hatten, sich also auch alleine gegen Infanterie Angriffe zur Wehr setzen konnten.
Die amerikanische RPh sah keinerlei Erfolg, ein SS Squad wurde beim Rally Versuch wegen Boxcars zu zwei HS aufgesplittet, was mir relativ egal war, da ich bis auf dieses Squad keinerlei Reduzierung meiner Truppenstärke erlitten hatte und die beiden HS nicht viel schwächer waren als das Squad vorher. Diesmal verzichtete Denny auf jegliches PF, ihr war wohl klar geworden, daß ein Verharren in den nicht sehr günstigen Positionen, die ja jetzt bereits zum Teil hinter dem eigentlichen Frontverlauf lagen, keinen Sinn machte - sie mußte auf jeden Fall versuchen, die Initiative wieder zu erlangen. In der MPh verschwand ein US Squad in einem der leeren Foxholes, wo eine BAZ lag, was ich aber nicht zu verhindern suchte, da die Gefahr durch die BAZs für mich vernachläßigbar geworden war. Als es dann aber zu weiteren Bewegungen auf amerikanischer Seite kam, eröffneten die Deutschen ein schweres Abfangfeuer, wobei einer der StuGs erneut einen bösen Treffer landete, was durch MC und Boxcars zur erneuten Eliminierung auf US Seite führte, der AFV hielt trotz geringer Wahrscheinlichkeit (1!) wieder ROF und vernichtete einen US Leader nebst HS, andere deutsche Angriffe löschten einen broky aus und führten zu weiteren ELR Failures, womit das Movement der Amis beendet war - jeder Schritt wurde in dieser Phase mit tödlichem DF beantwortet, so daß außer einer weiteren Dezimierung der Truppen auf amerikanischer Seite nichts erreicht worden war. Die AFPh fiel erwartungsgemäß flach und in der RtPh ergab sich ein US HS den deutschen Truppen, was das Überbleibsel der ehemaligen MTR im Westen darstellte, wobei die Deutschen nicht ein einziges broken Squad auf dem Brett hatten. Ich rief kein No Quarter aus, weil ich mir die Abstellung von Guards gut erlauben konnte und Prisoner weitere VP bringen würden.
Nach einem längeren Sinnieren über die Situation ihrer Truppen auf dem Brett und einem Zählen der Verluste (die Amis hatten jetzt schon nur noch 7,5 Squads von anfänglich 17 übrig!) gab Denny dann auf.
Fazit:
Sicherlich gehört so eine verfrühte Aufgabe nicht unbedingt zu den wünschenswerten Ergebnissen eines Szenarios, aber in diesem Fall war das ganze Geschehen schon in diesem sehr frühen Stadium für die amerikanische Seite absolut zum Debakel geworden. Ich fand das Szenario auf jeden Fall von großem Reiz gerade wegen der interessanten VC, die von beiden Seiten ein flexibles Vorgehen zwischen Offensive und Defensive verlangt. Obwohl ich zu Anfang nicht sehr auf die ROF Möglichkeiten der schweren 75 mm Geschütze meiner AFVs gebaut hatte, stellte sich doch gerade hierbei genau das Gegenteil heraus. Fakt ist, der US Spieler darf die StuGs nicht auf Board 16 kommen lassen und muß alles daran setzen, sie bereits vorher auf dem für sie schwierigeren Gelände von Board 23 auszuschalten. Die Möglichkeit, gleich durch einen ungehinderten Durchbruch der beiden AFVs 10 VP im Rückstand zu sein, setzt den amerikanischen Spieler zusätzlich unter Druck, weil er damit rechnen muß, daß es sowieso schwer sein wird, die SS Einheiten mit ihrer hohen Moral und Feuerkraft wirksam aufzuhalten ohne große eigene Verluste. Da ich nicht weiß, wo die restlichen BAZ Truppen waren, kann ich nicht sagen, wieviel Chancen sie noch hatten, auf die schnell und aggressiv vorgehenden StuGs im nachhinein noch zu reagieren, aber die Zangenwirkung auf die US Truppen war in diesem Fall verheerend. Dazu kam die schon angesprochene ungünstige Stellung der Entrenchments hinter der großen Hecke, die dort gegen den ersten Ansturm nichts ausrichten konnten und dann auch nach hinten keine Wirkung entfalten konnten, weil ich sie bewußt umgangen hatte und meinen Durchbruch auf einen engen Bereich außerhalb ihrer LOS konzentriert hatte. Ich hätte auch einen der MTR innerhalb des Bereichs der großen Hecke stationiert, da im Grunde klar war, daß der Deutsche auf Lv 3 des HQ einen guten Platz für sein schweres MG hatte und somit diese Position unter Beschuß genommen werden mußte. Das hätte den MTR zumindest vor den StuGs geschützt, die ja erstmal über die Hecke gelangen müßten, um überhaupt LOS zu bekommen. Das frühe Enttarnen der MTR und ihre einsehbare Position machte sie natürlich zur leichten Beute gerade für die AFVs. Dazu kam natürlich einfach noch Pech auf der US Seite, was manche Malfunction und Multiple Casualties betrifft und sehr hohe Trefferqualitäten auf deutscher Seite. Ich freue mich mich jedoch darauf, in diesem Szenario mal die US Seite spielen zu können, um zu sehen, ob meine Überlegungen wirklich zu einem besseren Resultat führen.
(Andreas Ludwig)
Kommentar des Gegners:
Dieses
Scenario führte bei mir zu einigem ratlosen Kopfkratzen -
obwohl ich mir beim Setup ausführliche Gedanken über
mögliche Durchbruchwege des Deutschen gemacht hatte und bestrebt
gewesen war, sowohl eine vordere Front zu errichten, die den Deutschen
frühzeitig stoppen und in Kämpfe verwickeln sollte,
während eine hintere Reihe versuchen sollte, schnell auf
Brett 16 zu gelangen und dort die besten Positionen zu sichern,
bevor der Feind es erreicht hatte, hatte ich einige Fehlentscheidungen
getroffen. Die Grundidee war gut - zu Beginn besteht kaum LOS
auf Board 16 und wenn ich dort erst gute Positionen innehatte,
mußte der Deutsche sich in offenes Gelände begeben
und sich mir zum Kampf stellen. Leider hatte ich die Foxholes
hinter der Hecke falsch eingeschätzt. Erst einmal hatte ich
angenommen, daß Andreas eine andere Stelle für den
Durchbruch wählen würde, und dann war mir der simple
Fakt entfallen, daß Foxholes hinter einer Hedge keine lange
LOS haben. So scheiterte der Plan, die deutschen EInheiten bereits
auf dem Boulevard schwer zu treffen. Hinzu kamen extrem gute Würfe
des Deutschen, gerade bei Low odds, während ich ausgesprochen
hohe Resultate erzielte und damit von Fehlfunktionen und ELR Failure
gebeutelt wurde. Alles in allem lief in diesem Scenario aus amerikanischer
Sicht so ziemlich alles schief, was schieflaufen konnte und bereits
nach 3 Turns war klar, daß ich keine Chance mehr hatte,
die Siegbedingung zu erfüllen. Auch wenn eine frühe
Aufgabe in ASL nicht gerade erstrebenswert ist, so sah ich in
diesem Fall keinen anderen Ausweg - hier kam einfach zu viel zusammen.
Zumindest in einer Hinsicht war das Spiel aber ein Erfolg - es
war lehrreich und zeigte mir, was man nicht machen sollte...
(Denny
Koch)
(c)
2004 by Andreas Ludwig, HFC
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