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Game: | Squad Leader |
| HFC Report # | SQL 04 | |
| Scenario: | taktisches Trainings-Szenario Beta 1 (TTTB1) | |
| Game Type: | FTF | |
| Player #1 (Germany): | Andreas Ludwig (HFC), AREA ID# AL008 | |
| Player #2 (Soviets): | Denny Koch (HFC), AREA ID# DK003 | |
| Reporter: | Denny Koch (HFC) | |
| Game End: | 14. September 2002 | |
| AREA rated: | Yes | |
Sieg-Meldung:
Das Gebirgsdorf konnte gehalten werden.
Verlust-Meldung: Unsere Anführer sind gefallen (PLC Koch
und Major Kirkov)
Am
Morgen des 14. Septembers versuchte eine schwer bewaffnete deutsche
Einheit, das Gebirgsdorf Naltschik am Krestowy-Paß in einem
Überraschungsangriff einzunehmen. Unsere Einheiten hatten
sich in den Häusern entlang der Haupstraße verschanzt
und beobachteten die ganze umliegende Gegend, die südlichen
Wälder und die westlichen Berge, so daß unsere Wachposten
dieses Vorhaben sofort bemerkten! Unser Anführer, D. Koch,
hielt sich zu diesem Zeitpunkt in einem Waldstück östlich
des Dorfes auf, während unser zweiter Offizier, Major Kirkov,
Stellung an vorderster Front bezogen hatte, um das Feuer seiner
Männer zu leiten. Ich war als einfacher Soldat Mitglied eines
Squads, das sich im gleichen Haus wie Major Kirkov befand, der
leider ebenfalls von den deutschen Angreifern ermordet wurde.
Wir sahen, wie die Deutschen mit mehreren MGs Stellung am Fuß
des 522 Meter hohen Krestowy-Berges bezogen und ein weiteres MG-Nest
südlich der Hauptstraße in einem kleinen Holzhaus errichteten.
Kirkov hielt den Feuerbefehl zurück, da er den Deutschen
nicht gleich unsere Feuerstärke verraten wollte. Wir hatten
den Verdacht, daß sich weitere deutsche Einheiten westlich
um den Berg herumschleichen würden, um uns - gemeinsam mit
den Verbänden im Süden - von Norden her in die Zange
nehmen zu können. Wir hofften, daß sie nicht wußten,
daß wir relativ wenige Einheiten waren, die das Dorf verteidigten,
da wir seit langem vergeblich auf Verstärkung warteten. Bevor
wir uns weitere Gedanken machen konnten, stürmte mit einem
Mal ein deutsches Squad aus dem südlichen Wald und rannte
auf der Hauptstraße frontal auf eines unserer Häuser
zu, in dem sich zwei russische Squads aufhielten. Diese eröffneten
natürlich sofort das Feuer und verletzt brachen die Deutschen
zusammen und krochen mit letzter Kraft in die Deckung eines Holzhauses
südlich der Straße. Ein anderes deutsches Squad brach
aus dem Weizenfeld hervor und stürmte in einem Sprint über
die Straße und warf sich in das südlichste unserer
Steinhäuser, wo es sich mit unseren Leuten minutenlang ein
heftiges Feuergefecht lieferte. Dabei stand es stets in so guter
Deckung, daß wir niemanden verletzten, aber zum Glück
schaffte es dieses Squad auch lange nicht, russische Einheiten
zu verletzten, obwohl es sich mit den Squads im benachbarten Holzhaus
lange, erbitterte Feuergefechte lieferte. Nach mehreren Minuten
schaffte der deutsche Eindringling es, das im gleichen Haus befindliche
russische Squad zu beseitigen, doch die russischen Einheiten in
den anderen Häusern hielten ihr Feuer unerbittlich auf diese
Stellung, um den Deutschen keine Ruhepause zu gönnen, so
daß diese schließlich gezwungen waren, sich zu verschanzen
und ohne weiteren Schaden anzurichten, nur noch sporadisch und
vor allem in die falsche Richtung, zurückschossen.
Wie wir vermutet hatten, hatten sich weitere deutsche Einheiten
tatsächlich um den Berg herumbewegt, wobei sie sich aufgrund
der Zeit, die diese Bewegung gedauert hatte, offensichtlich etwas
verirrt hatten. Als sie schließlich nördlich unserer
Stellung auftauchten, ließ Kirkov sofort das Feuer eröffnen,
bevor man Gelegenheit hatte, uns in die Zange nehmen zu können.
Einige deutsche Einheiten wurden verletzt und wir konnten sehen,
daß die Deutschen im nördlichen Wald am Fuß des
Gebirges ein Feldlazarett einrichteten. In einem beherzten Vorstoß
versuchten die Deutschen, uns dennoch mit ihrem Feuer einzudecken,
jedoch hatte die erste Feuerwelle überhaupt keinen Effekt
und die hohe russische Moral konnte die Disziplin unter unseren
Einheiten wahren. Als die Deutschen versuchten, weiter von Norden
und Süden auf unsere Stellung vorzurücken, mußten
wir zu unserer Erleichterung feststellen, daß das rauhe
russische Gebirgsklima offensichtlich dem deutschen, empfindlichen
Material schadete, denn zwei MGs versagten gleichzeitig mitten
während eines Angriffes und wir konnten hektische Versuche
beobachten, diese MGs in Deckung zu zerren und dort zu reparieren,
was nicht auf Anhieb gelang (leider schafften die Deutschen es
später, beide MGs gleichzeitig wieder in Betrieb zu nehmen).
Die nächsten Minuten waren von deutschen Versuchen, sich
aus allen Richtungen anzunähern, gekennzeichnet und unseren
Bemühungen, aus unseren befestigten Stellungen heraus diesen
Vormarsch zu stoppen. Dabei war insbesondere Major Kirkov eine
große Hilfe, der unser Feuer so geschickt leitete und aufteilte,
daß wir fast alle Einheiten beschießen konnten, auch
wenn wir nur sehr wenige Einheiten waren und auch schon einige
Verluste zu melden hatten.
Einen großen Vorstoß schafften die Deutschen, als
sie begannen, sich nun auch noch von Osten an das Dorf heranzuschleichen,
wo sich eine schwer verletzte russische Einheit alleine in einem
großen Steinhaus aufhielt. Die Deutschen hatten dieses Steinhaus
als taktisches Ziel auserkoren und setzten alles daran, dieses
zu erobern. Da es für uns von großer Wichtigkeit war,
dieses östliche Haus zu halten, entschied sich unser Offizier
Koch in einem Akt der Selbstaufopferung zu dem verletzten Squad
in das Haus zu laufen, um dieses mit letzter Kraft medizinisch
zu versorgen und zur Rückkehr an die Waffen zu bewegen, obwohl
er wußte, daß er sich damit an die vorderste Front
begab. Aber im sozialistischen Geiste war das Gemeinwohl, die
russische Einheit wieder kampffähig zu machen, wichtiger
als sein persönliches Wohlergehen! Wir waren beeindruckt
und von neuer Motivation durchströmt!
Die Deutschen, die erkannten, daß sich nur ein unbewaffneter
Offizier und ein schwer verletztes Squad in dem Haus aufhielten,
nutzten sogleich die Chance. Kochs Versuche blieben vergeblich,
die Verletzungen der Einheiten waren zu schwer, und als die Deutschen
das Haus aufbrachen und Koch ohne jegliche Möglichkeit zur
Gegenwehr im Nahkampf erschlugen, wußten wir, daß
er nicht umsonst gestorben sein sollte und griffen wieder zu unseren
Waffen!
Die Deutschen hatten es mittlerweile geschafft, das nördliche
Holzhaus zu besetzen, von wo aus sie die Hauptstraße und
unsere Stellungen unter Beschuß nahmen. Major Kirkov, der
vom Tod seines Vorgesetzten noch immer schwer bewegt war, verlor
unter diesem Beschuß die Beherrschung und mit einem Mal
sprang er schreiend durch das Fenster ins Freie und rannte, wild
um sich schießend, berserkerartig auf die heranrückenden
deutschen Einheiten zu, um sie eigenhändig zu stoppen. Die
Deutschen standen mittlerweile offensichtlich unter einem Zeitproblem,
denn sie hatten hektisch begonnen, ihre befestigten Stellungen
zu verlassen und ebenfalls wild (allerdings nicht sonderlich effizient)
um sich schießend ins Freie zu treten. Sie waren so verblüfft
von Kirkovs Heldentat, daß sie ihre ganze Feuerkraft auf
ihn vereinigen mußten, bevor sie ihn erschießen konnten!
Wir waren nun völlig führerlos, aber durch unsere heroischen
Anführer motiviert wie nie zuvor!
Wir machten den Deutschen unmißverständlich deutlich,
daß sie es niemals schaffen würden, das Dorf einzunehmen
und drohten damit, das südliche Haus, in dem sich seit Beginn
der Offensive eine deutsche Einheit verschanzt hatten, jederzeit
zurückerobern zu können.
Die Deutschen, die verwirrt feststellten, daß sie nicht
einfach auf uns zustürmen konnten und wir auch nicht in Panik
unsere Häuser verließen oder freiwillig räumten,
begannen in selbstmörderischer Art und Weise, planlos auf
alles zu feuern, was sie sahen, da sie wohl eingesehen hatten,
daß wir ihnen - vor allem moralisch - überlegen waren.
Als ihre wilden Angriffe ergebnislos blieben, hörten wir
schließlich einen ihrer Anführer, der "Rückzug!!"
rief (was ein Kamerad in unserer Stellung, der ein wenig Deutsch
sprach, für uns übersetzte). So schnell wie sie gekommen
waren, waren die deutschen Einheiten verschwunden. Auch wenn es
am Anfang, aufgrund der Zangentechnik der Deutschen, für
uns nicht gut ausgesehen hatten (wir alle hatten insgeheim schon
mit dem Leben abgeschlossen, denn geschickt hatten sich die Deutschen
unsere größte Schwäche - die geringe Anzahl unserer
Squads - zunutze gemacht und sich von so vielen Seiten angenähert,
daß wir kaum in der Lage waren, uns nach allen Seiten gleichzeitig
zu verteidigen), so hatte uns am Ende unsere Hartnäckigkeit
vor Schlimmerem bewahrt. Die Deutschen, die ganz offensichtlich
mit einem schnelleren Erfolg gerechnet hatten (sie hatten noch,
ebenso wie wir, den Blitzkrieg vor Augen), waren durch die großen
Verzögerungen in ihren Plänen gestört worden und
das enge Zeitschema, das ihnen von ihrem Oberkommando zur Eroberung
vorgegeben war, war ihnen in die Quere gekommen.
Im Namen unserer Männer möchten wir Koch und Kirkov
für den Großen Leninorden vorschlagen, da ihre Tapferkeit
und Selbstaufopferung im Angesicht des Feindes für uns alle
ein großes Leitbild war und uns Kraft und Motivation geschenkt
hat und ein leuchtendes Beispiel für das sozialistische Ideal
darstellt!!!!
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