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Game: | Up Front |
| HFC Report # | UF 03 | |
| Scenario: | B. City Fight | |
| Game Type: | FTF | |
| Player #1 (Russian): | Andreas Ludwig (HFC), AREA ID# AL008 | |
| Player #2 (German): | Denny Koch (HFC), AREA ID# DK003 | |
| Reporter: | Denny Koch | |
| Game End: | 14. November 2004 | |
| Gewinner: | Rußland | |
| AREA rated: | Yes | |
Hintergrund:
Zu den beliebtesten Up Front-Scenarios gehört, neben "Meeting of the Patrols", das Scenario B, "City Fight". Auch an diesem Wochenende spielten wir es zum wiederholten Male (und immer wieder gerne!). Dabei übernahm Andreas die Russen und ich die Deutschen.
In City Fight gewinnt der Spieler mit den meisten Victory Points nach 3 Decks. In diesem Fall gilt jedoch, daß Aggressive Action VPs nur für die Soldaten zählen, die Buildings Terrain besetzen. Casualty VPs werden normal gezählt.
Die ersten 4 Woods-Karten werden abgelegt; Pillbox, Minefield und Marsh sind Cower-Karten. Sowohl der Deutsche als auch der Russe bekommen jeweils einen Demo Charge. Der Russe hat 15 Mann, der Deutsche 10.
Setup
Ich - als der Deutsche - bildete mit meinen Männern 2 Gruppen. In Gruppe A versammelte ich vier Mann mit MPs (Moral 5, 2, 2, 5), der letzte der Männer war der SL, der auch den Demo Charge trug. Diese Gruppe sollte meine Manöver-Gruppe sein. Gruppe B machte ich zu meiner Feuergruppe; hier lagen vier Mann mit Bolt Action Rifles (Moral 5, 4, 3, 3), 1 Mann mit LMG (3) und der ASL (4). Die Deutschen haben in diesem Scenario recht gute Moralwerte.
Der Russe bildete 3 Gruppen. Gruppe A bestand aus vier Mann mit Bolt Action Rifles (5, 2, 4, 3), Gruppe B wurde eine starke Feuergruppe mit 5x Bolt Action Rifles (2, 5, 3, 3, 3), dem ASL mit LMG und einem Mann mit Maschinenpistolen. Gruppe C bestand aus 4 Mann mit MPs und dem Squad Leader mit dem Demo Charge.
Deutscher
AAAA BBBBBB
AAAA BBBBBBB
CCCC
Russe
Initial Terrain Placement:
Ich mußte passen. Der Russe platzierte seine Gruppe B in einem Building, Gruppe C im Brush.
Deck 1:
Gleich zu Beginn setzte ich beide Gruppen in Bewegung. Die Möglichkeit, daß der Russe mit seinen 4 Karten passende Feuerkarten hatte, fand ich überschaubar, so daß ich es riskierte, mich frühzeitig auf eine gute Position zu bringen. Tatsächlich paßte der Russe im ersten Turn und tauschte einige Karten seiner Hand aus. Ich blieb mit A und B in Open Ground stehen, da ich kein Terrain hatte, während der Russe weiter discardete. Da von seiner Seite aus immer noch nichts kam, nutzte ich die Chance, um mit meiner Gruppe B gleich weiter auf Range Chit 2 zu laufen. Schließlich waren sie meine Feuergruppe und ich wollte den Russen frühzeitig dezimieren, bevor er seine personelle Übermacht ausspielen konnte. Das gefiel dem Russen jedoch überhaupt nicht und er eröffnete mit seiner Gruppe B auf mich das Feuer, was zu einem Pin des Mannes mit LMG führte - diesen brachte ich mit einer Hero-Card jedoch sofort wieder auf Vordermann, so daß der Angriff für mich folgenlos blieb. Gleichzeitig stürmte die russische Gruppe A auf RC1 und auch Gruppe C löste sich aus ihrem Brush und ging nach vorne. Ich suchte mit meiner Gruppe B Deckung hinter einer Wall. Zur Zeit hatte ich 3 Feuer-Karten auf der Hand, was sich sicher bald auszahlen würde.
Der Russe verschanzte seine Gruppe C in einem -3 Building auf Range Chit 1, während A in Open Ground stehenblieb. Mit seinen wenigen Karten konnte der Russe es sich selten leisten, mehr als ein Terrain zu halten, um ein ausgewogenes Blatt zu haben. Gerade als ich eine meiner Feuerkarten ausspielen wollte, fiel mir auf, daß ich beim Setup vergessen hatte, mein LMG zu crewen, was ich jetzt als sole action meiner Gruppe B nachholen mußte. Der Russe nutzte die ruhigen Minuten, um sein gesamtes Kartenblatt auszutauschen, wobei er auch einen Wood ablegte, die in diesem Scenario discarded werden mußten.
Ich feuerte nun mit meiner Gruppe B auf seine Gruppe A, die in Open Ground stand, und erzielte 2 KIA und 2 Pin Results. Anstatt zurückzuschießen, huschte die russische Gruppe B aus dem Gebäude heraus und stürmte nach vorne. Da der Schutz des Gebäudes jedoch nach wie vor galt, feuerte ich erneut auf die angeschlagene Gruppe A, was dieses Mal wegen hohen Concealments jedoch keinen Erfolg hatte. Meine Gruppe A, die bislang untätig gewesen war, entrenchte sich in Open Ground. Die russische Gruppe B hatte in der Zwischenzeit einen Hügel erklommen, wo sie es sich gemütlich machte. Ich schoß zum dritten Mal auf die Gruppe A, dieses Mal jedoch ohne Effekt, nach wie vor blieben zwei gepinnte Männer übrig. Da ich sonst nichts tun konnte, discardete ich ein Minefield, das in dem Scenario als Cower Karte galt.
Nun feuerte die russische Gruppe C auf meine Gruppe B, wobei erneut mein Mann mit dem LMG gepinnt wurde - und wieder hatte ich die Möglichkeit, ihn mit einer Hero-Karte sofort umzudrehen. Die russische B schoß vom Hügel herab ebenfalls auf meine Gruppe B, woraufhin ein deutscher Private vor Schreck davonroutete. Ein weiterer Private verstarb auf der Stelle, wodurch meine ehemalige Feuergruppe auf 4 Mann reduziert wurde. Ich hatte nichts sinnvolles auf der Hand, so daß ich nur discardete.
Die Stille nutzte der Russe, um mit Gruppe C auf Range Chit 2 zu laufen, während seine Feuergruppe zufrieden auf dem Hügel sitzen blieb. Ich konnte nun endlich Private Wolff in meiner Gruppe B rallien, gleichzeitig sprang ich mit Gruppe A aus dem Open Ground heraus auf Range Chit 2. Zudem konnte ich einen Wire auf die russische Gruppe B auf dem Hügel ablegen, was seine Sicht auf mich etwas erschwerte. Der Russe fackelte jedoch nicht lange und entfernte den Stacheldraht augenblicklich. Seine Gruppe C marschierte nun auch voran in Open Ground auf Range Chit 2. Meine Gruppe A blieb im Open stehen, während B auf die russische Gruppe A feuerte - leider erfolglos. Gleichzeitig nahm mein Sniper Gruppe B ins Visier, traf jedoch niemanden.
Nun hatte
auch der Russe die Gelegenheit, beide verbliebenen gepinnten Männer
seiner Gruppe A zu rallien. Gruppe B versuchte sich an einem Sniper
Check, um herauszufinden, wo mein Mann sich verbarg, konnte ihn
jedoch nicht enttarnen. Gruppe C stürmte voran aus Open Ground
auf Range Chit 3.
Ich feuerte mit meiner ehemaligen Feuergruppe B auf die frisch
erholten Männer von A, jedoch ohne Effekt. Gleichzeitig stürmte
auch meine Gruppe A voran auf Range Chit 3. Der Russe beglückte
meine sich bewegende Gruppe A mit einem Wire.
Da sich meine Gruppe B nun in Relative Range 5 zur russischen Gruppe C befand, feuerte ich kräftig, jedoch folgenlos. Die Gruppe A stoppte unter dem Wire und ging dort erst einmal in Deckung, da sie ihn momentan nicht entfernen konnte. Die russische Gruppe C sprang in einen Gully, wo sie allerdings natürlich sichtbar blieb, da wir uns mittlerweile auf RR5 befanden. Seine Gruppe B feuerte auf meine Gruppe A mit gesalzenen 6 FP, was zu 3 Pin Results inklusive dem Squad Leader führte, was im Vergleich zur FP ein relativ glimpfliches Ergebnis war. Die russische Gruppe A bewegte sich zögerlich voran auf Range Chit 2. Ich konnte zum Glück sofort 2 Leute rallien, davon natürlich den Squad Leader, um mir die reduced Hand Capacity zu ersparen, während meine Gruppe B nun auch auf Range 3 voranging, was bedeutete, daß sie hinter den Gully in Gruppe C lief und zu diesem nun nur noch in RR4 stand - so daß wir uns auch nicht mehr sehen konnten.
Die russische Gruppe B feuerte auf meine sich bewegende Gruppe B, wodurch der Mann am LMG gepinnt wurde. Seine Gruppe A kam in einem Brush auf RC2 zum Stehen. Ich verzog mich mit meiner Gruppe B in ein -3 Building, was für die Siegbedingung wichtig war, da ja nur solche Einheiten zählten, die in einem Building saßen. Der Russe war durch dieses erneute Vorrücken nicht erfreut, da er eigentlich aus dem Gully heraus Gruppe B hatte infiltrieren wollen, um den Demo Charge zu platzieren. Da wir nun in RR4 zueinander waren, war das nicht mehr möglich. Aus Trotz feuerte er mit Gruppe B vom Hügel herab auf meine Gruppe A und pinnte wieder 3 Männer, inklusive meinem SL. Zum Glück hatte ich die hohe Feuerkarte mit Concealment etwas abgefedert, sonst wäre der Ausgang noch drastischer gewesen. Meine Gruppe B schoß sofort zurück auf den Hügel, aber der Russe war dort wohl nur schlecht zu sehen, denn auch er zückte sofort ein Concealment, was die Gesamt-FP auf -1 reduzierte. Trotzdem gelang mir mit dieser schwachen Feuerkraft noch 1 Pin Result. Der Russe war daraufhin etwas ratlos und discardete nur.
Schnell
spielte ich eine Rally 2 auf meine Gruppe A, wodurch ich den SL
wieder auf Vordermann brachte und schoß mit Gruppe B noch
einmal auf den Hügel, wodurch ich den dort stationierten
ASL mit dem LMG pinnte. Es entbrannte ein heißes Feuergefecht,
denn der Russe feuerte mit seinen verbliebenen zwei Mann in Gruppe
A auf meine Gruppe A. Ich hatte zwar ein Concealment auf der Hand,
befürchtete jedoch ein zweites Feuer vom Hügel, so daß
ich es für diesen Mini-Angriff nicht verwendete. So gelang
dem Russen ein Rout und ein Pin-Result. Das Feuer vom Hügel
blieb aus, stattdessen konnte der Russe alle Leute in Gruppe B
rallien.
Auch ich nutzte die Gunst der Sekunde und spielte eine Rally Card
auf meine Gruppe A, in der noch 3 Mann übrig geblieben waren.
Erst jetzt folgte das Feuer der Gruppe B vom Hügel herab auf meine Gruppe A und nun erzielte der Russe eine FP von 6 - trotz meines aufgesparten Concealments! Das war natürlich vernichtend, so erlitt ein Soldat meiner Gruppe ein KIA, ein zweiter wurde gepinnt, nur der SL hielt durch. Ich war vollkommen zur Untätigkeit verdammt, da ich weder Feuer- noch Rally-Karten auf der Hand hatte und zudem unter Dauerfeuer vom Hügel lag. Mir blieb nichts anderes übrig, als eine Karte zu discarden und auf guten Nachschub ztu hoffen, der leider ausblieb.
Der Russe eröffnete erneut das Feuer vom Hügel auf meine Gruppe A, dieses Mal mit einer geballten Feuerkraft von 8 - und dieses Mal war kein Gebüsch, keine Tarnung, kein Concealment in der Nähe, das mich schützen konnte. Gruppe A wurde vollständig ausgelöscht, was zu "Broken Squad" - und damit einem russischen Sieg führte.
Fazit:
Die klassischen Upfront-Szenarios werden auch von uns immer wieder gerne gespielt, sie sind unproblematisch, fast going, kurzweilig und bieten viel Action. Ideal, wenn man keine Zeit oder Lust hat, ein anderes, größeres Spiel anzufangen oder nur eine schnelle, aber fordernde Runde einlegen möchte. Mit einer Spielzeit von maximal einer Stunde ist Scenario B neben Meeting of Patrols eine ideale Möglichkeit, solche kurzen Zeiträume zu überbrücken und trotzdem eine fordernde Aufgabe zu haben!
(c)
2004 by Denny Koch, HFC
HFC
Homefront Wargame Center, http://www.homefrontcenter.de
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